Veranstaltungen

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Fabrik Osloer Straße | Spuren der NS-Zwangsarbeit sichtbar machen

Vorträge und Workshop

Donnerstag, 22. Februar 2024 | 18 Uhr

Die Veranstaltung informiert über die Geschichte der Zwangsarbeit auf dem Gelände der Fabrik Osloer Straße und diskutiert mögliche Formen des Erinnerns.

Im Wedding ist die Fabrik Osloer Straße als Treffpunkt für die Nachbarschaft und darüberhinaus bekannt: Viele soziale und kulturelle Projekte haben hier ihr Zuhause gefunden.

Errichtet wurden die Gebäude um 1900 von der Firma A. Roller, die Maschinen für die Streichholzproduktion herstellte. Während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte Roller in der Rüstungsproduktion zahlreiche Zwangsarbeiter:innen, darunter aus der Ukraine. Auf einem Sportplatz an der Kühnemannstraße unterhielt die Firma ein eigenes Barackenlager für über 100 Personen.

Roland Borchers: Zwangsarbeit in Berlin
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Thomas Irmer: Zwangsarbeit bei der Firma A. Roller
Historiker und Politologe

Nora Hogrefe: Formen des NS-Gedenkens in Berlin
Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen

Nathan Friedenberg: Erinnern und Gedenken in Mitte
Mitte Museum

Moderation: Bettina Pinzl, Katja Korshikova
Fabrik Osloer Straße e.V.

Eine Veranstaltung imRahmen des Projektes „Mal laut gedacht. Politische Bildung im Kiez“.

VERANSTALTUNGSORT:
Fabrik Osloer Straße, Osloer Straße 12, 13359 Berlin
2. Hinterhof, 1. Etage, Café und Theaterraum
Anmeldung (bis 20.02.): info(at)demokratie-in-der-mitte.de

Einladung

 

Wie erinnern sich Zwangsarbeiter:innen?

Interviews mit polnischen und russischen Zeitzeug:innen

29. Februar | 19 Uhr

Polnische und russische Verschleppte machten bei der Zwangsarbeit ähnliche Erfahrungen, erinnern sich jedoch unterschiedlich. Wie lässt sich das erklären?

In einem großangelegten Interviewprojekt wurden 2005/06 ehemalige NS-Zwangsarbeiter:innen in 26 Ländern interviewt, darunter 72 in Polen und 56 in Russland. Die Aufzeichnungen sind auf einem Portal der Freien Universität zugänglich.

Grete Rebstock und Roland Borchers haben die russischen bzw. polnischen Interviews in ihren Dissertationen analysiert. In ihren Büchern, die jüngst erschienen sind, haben sie herausgearbeitet, inwiefern die Erinnerungen der Zeitzeug:innen von der sowjetischen und russischen bzw. polnischen Geschichtspolitik geprägt sind.

Begrüßung:
Dr. Christine Glauning
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Polnische Zwangsarbeiter:innen:
Dr. Roland Borchers
Osteuropa-Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Sowjetische Zwangsarbeiter:innen:
Dr. Grete Rebstock
Osteuropa-Historikerin

Moderation:
Dr. Cord Pagenstecher
Historiker, Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Bereich Digitale Interview-Sammlungen

Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Einladung

Žadkěvič und andere | Arbeit, Zwang und Widerstand

Ausstellungseröffnung

14. März 2024 | 19 Uhr

Der tschechisch-russische Chemiker Konstantin Žadkěvič ist ab 1940 bei der Firma Heldenheim in Berlin-Tempelhof angestellt. Im Frühjahr 1943 knüpft Žadkěvič Kontakte zu Zwangsarbeiter:innen aus ganz Europa. Gemeinsam mit ihnen will er nach dem Sturz der Nationalsozialisten für ein geeintes sozialistisches Europa kämpfen. Er nimmt dazu Verbindung zur deutschen Widerstandsgruppe „Europäische Union“ auf. Als diese auffliegt, nimmt die Gestapo im Oktober 1943 auch Žadkěvič und weitere Mitglieder seiner Gruppe fest.

Žadkěvič und vier führende Mitglieder werden zum Tod verurteilt und ermordet, weitere sechs erhalten Zuchthausstrafen. Nach dem Krieg gerät die Žadkěvič-Gruppe in Vergessenheit. Diese Ausstellung der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden macht ihre mutige Geschichte sichtbar. Für die Station in Berlin wurde sie um einige Inhalte und Elemente erweitert.

Begrüßung:
Dr. Christine Glauning | Leiterin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Grußworte:
Sweta, Jersy und Arkadi Sanzarowski aus Belgien | Angehörige des ukrainischen Zwangsarbeiters Michail Santscharowski, Mitglied der Žadkěvič-Gruppe

Die Hinrichtung von Widerstandskämpfer:innen in Brandenburg-Görden
Dr. Sylvia de Pasquale | Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden und Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde
 
Einführung in die Ausstellung
Maximilian Vogel | Kurator der Ausstellung und pädagogischer Mitarbeiter
Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden und Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde

 

 

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung unter veranstaltung-sw(at)topographie.de

Einladung