Aktuelle Angebote und Ausschreibungen

Frauen in der Zwangsarbeit

Mittwoch, 6. März 2024, 16-18 Uhr
Samstag, 9. März 2024, 13-15 Uhr

 

Unter den zivilen Zwangsarbeiter:innen gab es einen großen Anteil Frauen. Im Lager waren sie neben Rassismus und Diskriminierung auch sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Schwangere Frauen traf es besonders hart. Sie mussten um das Überleben ihrer Kinder kämpfen. Im schlimmsten Fall wurden sie zur Abtreibung gezwungen oder mussten ihr Baby abgeben. Anhand von Beispielen in den Ausstellungen „Alltag Zwangsarbeit 1938-1945“ und „Baracke 13“widmet sich dieser Rundgang dem Alltag und den Handlungsspielräumen von Frauen in der NS-Zwangsarbeit.

Einladung

Internationale Wochen gegen Rassismus

1. - 24. März 2024

Fußball & NS-Zwangsarbeit und Baracke 13

Sonntag, 17. März 2024 | 13:00 - 15:00 Uhr

Fußball war für viele Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Freizeitbeschäftigung und Ablenkung. So auch in Berlin. Menschen aus Osteuropa war dies aber verboten. Der Rundgang gibt Einblicke in das rassistische System der NS-Zwangsarbeit.

Stadtteilspaziergang: Geschichte(n) im Kiez

Samstag, 23. März 2024 | 12:00 - 15:00 Uhr

Warum gab es in Schöneweide so viele Zwangsarbeiter:innen? Beim Spaziergang rund um das ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager in der Britzer Straße wird der Zusammenhang zwischen Krieg, Rüstung und Zwangsarbeit sichtbar. Die Tour führt zu historischen Industriestandorten im Kiez und verfolgt die Entwicklung des Stadteils in der NS-Zeit.

 

„Arbeit, Zwang und Widerstand“ Führung durch die Sonderausstellung „Žadkěvič und andere“ und Baracke 13

Sonntag, 24. März 2024 |13:00 - 15:00 Uhr

Der tschechisch-russische Chemiker Konstantn Žadkěvič war ab 1940 bei der Firma Heldenheim in Berlin-Tempelhof angestellt. Im Frühjahr 1943 knüpfte er Kontakte zu Zwangsarbeiter:innen aus ganz Europa. Gemeinsam mit ihnen wollte er nach dem Sturz der Nationalsozialisten für ein geeintes sozialistisches Europa kämpfen.

Einladung

Die eigene Familiengeschichte mit Blick auf mögliche NS-Beteiligung erforschen

16. März 2024, 10 - 17 Uhr

Der Workshop ist ausgebucht. Anmeldungen gehen ab sofort auf die Warteliste.

Vielfach sind jüngeren Angehörigen nur Fragmente über die Lebensgeschichten ihrer Verwandten zwischen 1933 und 1945 bekannt.

Dennoch können familiäre Erinnerungen und Dokumente einen ersten Ansatzpunkt bilden, um mehr über die eigene Familienvergangenheit herauszufinden. Im Fokus stehen mögliche Täter:innenschaften und Beteiligungen von Angehörigen im Kontext von NSZwangsarbeit oder anderen NS-Verbrechen. Im Workshop werden Rechercheansätze sowie Methoden für die Gesprächsführung mit Angehörigen vorgestellt.

Es handelt sich um einen Einführungsworkshop. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Kosten? keine

Anmeldung und Fragen: 030 6390 288 01 oder bildung-sw(at)topographie.de

Einladung

Fußball und NS-Zwangsarbeit

Sonntag, 7. April 2024 | 13 - 15 Uhr

Fußball war für viele Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Freizeitbeschäftigung und Ablenkung. So auch in Berlin. Menschen aus Osteuropa war dies aber verboten. Der Rundgang gibt Einblicke in das rassistische System der NS-Zwangsarbeit.

Die Führung geht auch in die Baracke 13.

Unter dem Deckmantel der Arbeit

Zwangsarbeit 1938–1945

22. - 26. April 2024 (ausgebucht) und 23. - 27. September 2024

Zwischen 1938 und 1945 wurden über 13 Millionen Menschen im Deutschen Reich zur Zwangsarbeit eingesetzt. An historischen Orten werden die Lebensbedingungen, die staatliche Organisation und der Nutzen für die deutsche Wirtschaft thematisiert.

Dieses Seminar findet in Kooperation zwischen dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem Berliner Unterwelten e.V. statt. Es richtet sich an Erwachsene. Die Anerkennung als Seminar im Rahmen eines Bildungsurlaubs ist möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Seminar wird entsprechend der gültigen Verordnung des Landes Berlin zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus durchgeführt.

Seminarinhalte

An fünf Tagen werden wir uns im Rahmen von Führungen, Vorträgen und Diskussionen mit dem Seminarthema beschäftigen. Das Programm ist auf täglich acht Stunden ausgelegt; Programmänderungen sind auch kurzfristig möglich. Während des Seminars soll die umfangreiche Geschichte der NS-Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland vorgestellt werden. Thematisiert werden die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit, die unterschiedlichen Einsatzgebiete und die Arbeits- und Lebensbedingungen der ZwangsarbeiterInnen. Ein Überblicksvortrag stellt zu Beginn die Komplexität des Themas vor.

Auf einem ehemaligen Lagergelände, dem heutigen Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, werden die Geschichte dieses Lagers, der Einsatz der ZwangsarbeiterInnen in dessen direkter Umgebung sowie deren Alltag erläutert. In weiteren Vorträgen werden die Zusammenhänge zwischen Krieg, Zwangsarbeit und Wirtschaft erläutert oder geschildert wie die »Rekrutierung« der Arbeitskräfte in Osteuropa erfolgte. Es werden besondere Gruppen von ZwangsarbeiterInnen betrachtet.

Wir besuchen weitere Orte in Berlin, an denen sich Zwangsarbeiterlager befanden, befassen uns mit deren Nutzung nach 1945 und dem unterschiedlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute. Hier spielen auch aktuelle Aspekte eine Rolle, wie die Konflikte zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Denkmalpflege und Investoreninteresse. Am letzten Tag thematisieren wir den langwierigen Weg zur Entschädigung der ehemaligen ZwangsarbeiterInnen durch die deutsche Wirtschaft und die damit verbundene Gründung der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«.

Anmeldung: bildung-sw(at)topographie.de

Das Seminar ist kostenlos.

Widerstand in Sequenzen. Gemeinsam Geschichte zeichnen!

Comic-Workshop für Anfänger*innen zu NS-Zwangsarbeit

5.-7. Juni 2024 | 10 - 17 Uhr

In den letzten Jahren findet auch in Deutschland verstärkt eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Medium Comic statt. Anlässlich der Sonderausstellung „Žadkěvič und andere. Arbeit, Zwang und Widerstand“ bietet der dreitägige Workshop die Möglichkeit, sich dem Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus durch Information, Diskussion und Zeichnen anzunähern.

Gemeinsam werden die Teilnehmenden sich mit der Geschichte eines Widerstandsnetzwerkes von Zwangsarbeitenden und der Widerstandsgruppe „Europäische Union“ beschäftigen und dazu unter Anleitung der Comiczeichnerin Elke Renate Steiner Bildsequenzen erstellen. Die Potentiale, Begrenzungen und Herausforderungen von Geschichtsvermittlung durch das Medium Comic werden dabei reflektiert und diskutiert.

Kosten?
Die Teilnahme ist kostenlos.

Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bei Bedarf kann ins Englische übersetzt werden. Der Workshop ist in Berlin als Bildungsurlaub / Bildungszeit anerkannt.
Maximal 12 Teilnehmende.

Anmeldung (bis 15. Mai 2023) und Fragen:
bildung-sw(at)topographie.de oder 030 6390 288 01