Aktuelle Angebote und Ausschreibungen

Sommercamps

Vom 31. Juli bis 10. August findet das erste Study Camp in Kooperation mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) statt. Im Mittelpunkt des Sommerlagers stehen die Arbeit mit historischen Quellen (Interviews) und die Erarbeitung eines Kurzfilms. Besondere Schwerpunkte sind hierbei NS-Zwangsarbeit und Geschlecht.
Für weitere Informationen und Anmeldung:
Sommerlager – Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
 
Das zweite Sommerlager findet vom 11. bis 24. August in Kooperation mit dem Service Civil International Deutschland (SCI) statt. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Vorbereitung einer Fotoausstellung zum Thema NS-Zwangsarbeit sowie die Suche nach Spuren an ehemaligen Lager- und Produktionsstandorten in Berlin-Schöneweide und der Umgebung.
Weitere Informationen und Anmeldung:
Workcamp-Details - SCI International Voluntary Projects

Antifaschistische Radtour um den Müggelsee

Samstag, 24.08.2024 | 13:00 Uhr | ca. 4 h 

Der VVN-BdA Köpenick, das Zentrum für Demokratie und das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit bieten am 24. August eine geführte Fahrradtour um den südlichen Teil des Müggelsees an. Wir wollen an verschiedenen Stationen Halt machen, um dort mit kurzen Inputs zu selten erzählten Geschichten (u. a. von Arbeiter*innen, Widerständigen, politisch Oppositionellen, Zwangsarbeiter*innen) über Köpenick in der NS-Zeit zu informieren. Einige Stationen unserer Tour werden u.a. der Originalstandort der Kuhlen Wampe, die Berliner Bürgerbräu AG, das frühere KZ-Außenlager in Müggelheim und das ehemalige Durchgangslager in Wilhelmshagen sein.

Die Tour ist Teil der Veranstaltungsreihe "Von der Geschichte zur Gegenwart - Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick".

Start? S-Bahnhof Friedrichshagen (vor dem Kino UNION)
Ende? S-Bahnhof Wilhelmshagen

Unter dem Deckmantel der Arbeit

Zwangsarbeit 1938–1945

22. - 26. April 2024 (ausgebucht) und 23. - 27. September 2024 (ausgebucht)

Die Seminare werden regelmäßig durchgeführt. Neue Termine im kommenden Jahr werden Sie hier finden.


Zwischen 1938 und 1945 wurden über 13 Millionen Menschen im Deutschen Reich zur Zwangsarbeit eingesetzt. An historischen Orten werden die Lebensbedingungen, die staatliche Organisation und der Nutzen für die deutsche Wirtschaft thematisiert.

Dieses Seminar findet in Kooperation zwischen dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem Berliner Unterwelten e.V. statt. Es richtet sich an Erwachsene. Die Anerkennung als Seminar im Rahmen eines Bildungsurlaubs ist möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Seminar wird entsprechend der gültigen Verordnung des Landes Berlin zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus durchgeführt.

Seminarinhalte

An fünf Tagen werden wir uns im Rahmen von Führungen, Vorträgen und Diskussionen mit dem Seminarthema beschäftigen. Das Programm ist auf täglich acht Stunden ausgelegt; Programmänderungen sind auch kurzfristig möglich. Während des Seminars soll die umfangreiche Geschichte der NS-Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland vorgestellt werden. Thematisiert werden die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit, die unterschiedlichen Einsatzgebiete und die Arbeits- und Lebensbedingungen der ZwangsarbeiterInnen. Ein Überblicksvortrag stellt zu Beginn die Komplexität des Themas vor.

Auf einem ehemaligen Lagergelände, dem heutigen Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, werden die Geschichte dieses Lagers, der Einsatz der ZwangsarbeiterInnen in dessen direkter Umgebung sowie deren Alltag erläutert. In weiteren Vorträgen werden die Zusammenhänge zwischen Krieg, Zwangsarbeit und Wirtschaft erläutert oder geschildert wie die »Rekrutierung« der Arbeitskräfte in Osteuropa erfolgte. Es werden besondere Gruppen von ZwangsarbeiterInnen betrachtet.

Wir besuchen weitere Orte in Berlin, an denen sich Zwangsarbeiterlager befanden, befassen uns mit deren Nutzung nach 1945 und dem unterschiedlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute. Hier spielen auch aktuelle Aspekte eine Rolle, wie die Konflikte zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Denkmalpflege und Investoreninteresse. Am letzten Tag thematisieren wir den langwierigen Weg zur Entschädigung der ehemaligen ZwangsarbeiterInnen durch die deutsche Wirtschaft und die damit verbundene Gründung der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«.

Anmeldung: bildung-sw(at)topographie.de

Das Seminar ist kostenlos.

Die eigene Familiengeschichte mit Blick auf mögliche NS-Beteiligung erforschen

20. Oktober 2024, 10 - 17 Uhr

Vielfach sind jüngeren Angehörigen nur Fragmente über die Lebensgeschichten ihrer Verwandten zwischen 1933 und 1945 bekannt.

Dennoch können familiäre Erinnerungen und Dokumente einen ersten Ansatzpunkt bilden, um mehr über die eigene Familienvergangenheit herauszufinden. Im Fokus stehen mögliche Täter:innenschaften und Beteiligungen von Angehörigen im Kontext von NSZwangsarbeit oder anderen NS-Verbrechen. Im Workshop werden Rechercheansätze sowie Methoden für die Gesprächsführung mit Angehörigen vorgestellt.

Es handelt sich um einen Einführungsworkshop. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Kosten? keine

Anmeldung und Fragen: 030 6390 288 01 oder bildung_ns-zwangsarbeit@topographie.de

Einladung

Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung im Nationalsozialismus und heute

16. November 10:30 - 17 Uhr

Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung treten im Lauf der Geschichte in verschiedenen Formen auf. Zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mussten allein im Deutschen Reich etwa 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.

Auch heute kommen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit in einigen Branchen Deutschlands in großem Umfang vor und dienen als Grundlage ihrer Geschäftsmodelle.

Der Workshop nimmt diese Thematiken und ihre Systematik in den Fokus und schärft den Blick für unfreie Arbeitsverhältnisse in ihren historischen und aktuellen Formen.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 11.11.2024 unter beyer-buns(at)topographie.de

Ein Kooperationsprojekt von Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg, DGB/VHS e.V. und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit.

Einladung