2022

Fotografie-Workshop mit Mark Mühlhaus

14. - 16. Oktober 2022

Der dreitägige Workshop lädt alle Interessierten dazu ein, sich fotografisch mit dem Thema NS-Zwangsarbeit zu beschäftigen und den Umgang mit einer digitalen Spiegelreflexkamera zu erlernen.

Der historische Ort des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit steht dabei im Mittelpunkt der Spurensuche. Die Teilnehmenden finden auf dem Gelände des ehemaligen Unterkunftslagers für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen eigene Motive und gestalten Bilder. Ziel ist es, über die inhaltliche und fotografische Auseinandersetzung eine eigene Geschichte zu erzählen. Der Fotograf Mark Mühlhaus (www.attenzione-photo.com) hat sich intensiv mit dem Thema NS-Gedenkpolitik auseinandergesetzt. Seine Bilder sind unter anderem in den Bildbänden „Begegnungen“ und „KZ Überlebende und die, die nach ihnen kommen“ oder in Fotoausstellungen wie „Im Schatten von Auschwitz“ (2018/2021) veröffentlicht worden.

Wann? Freitag, 14. - Sonntag, 16. Oktober 2022 (dreitägiger Workshop, keine Teilnahme an einzelnen Tagen möglich)

Fr: 13-18 Uhr, Sa: 10-18 Uhr, So: 10-16 Uhr

Wer? Für Interessierte ab 18 Jahren; Spiegelreflexkameras werden bei Bedarf gestellt

Teilnehmer:innenzahl: maximal zwölf Personen

Anmeldung:  Eva Kuby: kuby(at)topographie.de

Kosten: Keine

Die eigene Familiengeschichte mit Blick auf mögliche NS-Beteiligung erforschen

8. Oktober 2022 | 10 - 17 Uhr

Vielfach sind jüngere Angehörigen nur Fragmente über die Lebensgeschichten ihrer Verwandten zwischen 1933 und 1945 bekannt. Dennoch können familiäre Erinnerungen und Dokumente einen ersten Ansatzpunkt bilden, um mehr über die eigene Familienvergangenheit, und damit mögliche Täter:innenschaften und Beteiligungen von Angehörigen im Kontext von NS-Zwangsarbeit oder anderen NS-Verbrechenskomplexen herauszufinden. Im Workshop werden Rechercheansätze sowie Methoden für die Gesprächsführung mit eigenen Angehörigen vorgestellt.

Der Workshop ist aktuell ausgebucht. Wir führen eine Warteliste. E-Mail gerne an:
weber(at)topographie.de

Der Workshop wird in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie Altglienicke veranstaltet und im Rahmen von "Demokratie leben!" des BMFSFJ gefördert. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe „Von der Geschichte zur Gegenwart. Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick“.

Interkulturelle Woche 2022

Zur Interkulturen Woche 2022 bietet das Dokumentationszentrum öffentliche kostenlose Führungen in verschiedenen Sprachen an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 

So, 25.9. 11 Uhr – öffentliche Führung auf Englisch

So, 25.9. 13 Uhr – öffentliche Führung auf Russisch

So, 25.9. 15 Uhr – öffentliche Führung auf Deutsch

 

Sa, 1.10. 11 Uhr – öffentliche Führung auf Russisch

Sa, 1.10. 11 Uhr – öffentliche IMI-Führung auf Italienisch

Sa, 1.10. 15 Uhr – öffentliche Führung auf Deutsch

 

So, 2.10. 11 Uhr – öffentliche Führung auf Englisch

So, 2.10. 13 Uhr – öffentliche IMI-Führung auf Deutsch

So, 2.10. 15 Uhr – öffentliche Führung auf Deutsch
 

Deutsch | English  Italiano | русский язык

Internationales Study Camp

"Searching for Traces of Forced Labour: eine fotografische Spurensuche"

14. - 27. August 2022

Ein internationales Study Camp in Kooperation mit dem Service Civil International.  Während des Projektes „Searching for Traces of Forced Labour“ werden internationale Teilnehmende an verschiedenen Stationen in Berlin auf photographische Spurensuche zum Thema NS-Zwangsarbeit gehen und dabei erforschen, welche Auswirkungen der zweite Weltkrieg und NS-Zwangsarbeit auf den Ort hatten. Sie werden von einem professionellen Fotografen in die Grundlagen der Fotografie eingeführt und begleitet. Die Ergebnisse der Spurensuche werden Fotografien und die dazu gehörenden Geschichten sein. Sie werden in eine Ausstellung einfließen, die im Dokumentationszentrum gezeigt wird.

Internationales Sommerlager

„Eine Szenische Lesung zum Thema NS-Zwangsarbeit“

20. - 31. Juli 2022

Das internationales Sommerlager findet in Kooperation mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste statt. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Biografiearbeit und die filmische Erarbeitung einer szenischen Lesung.

Während des Sommerlagers setzen sich die Teilnehmer*innen mit den Hintergründen und Lebensgeschichten der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen, aber auch der Einsatzträger und Lagerleiter auseinander. Durch die Beschäftigung mit den Interviews und anderen Quellen bekommen die Teilnehmer*innen einen Einblick in die Strukturen von NS-Zwangsarbeit und in einzelne Biografien ehemaliger Akteur*innen. Damit möchten wir das Interesse an historischen und politischen Prozessen wecken und aufzeigen, dass Geschichte und eine kritische Haltung auch etwas mit der eigenen Lebenswelt zu tun haben.

Im praktischen Teil lernen die Teilnehmer*innen Theatergrundlagen kennen und werden am Ende eine szenische Lesung mit den Interviews der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen filmisch erarbeiten. Die inszenatorische Arbeit wird durch die Führungen im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und einem Stadtteilspaziergang zu historischen Orten in Berlin ergänzt.

Teamendenqualifikation #Betriebsgeschichte

Multi-Fortbildung

17. - 19. Juni 2022
Fr: 15.00 bis 18.00 Uhr
Sa + So:  10.00 bis 16.30 Uhr


Du bist als politische*r Bildner*in tätig? Du hast Erfahrungen im Bereich der außerschulischen historisch-politischen Bildung? Dann möchten wir dich herzlich zur Teamendenqualifikation #Betriebsgeschichte einladen!

Welche Rolle spielten einzelne Betriebe im nationalsozialistischen Lagersystem? Wird heute an Zwangsarbeiter*innen in den Betrieben und/oder in der Branche erinnert? Wenn ja, wie setzen sich Betriebe mit ihrer Geschichte auseinander?

Die dreitägige Schulung vermittelt grundlegende Analysen und Einblicke in Debatten zum Thema Zwangsarbeit und Nationalsozialismus. Zudem werden Methoden und Seminarkonzepte erprobt und besprochen, um mit Auszubildenden und interessierten Gewerkschaftsjugendlichen Teile der Geschichte ihrer eigenen Betriebe und Branchen zu erarbeiten.

Gesa Lonnemann (Jugendbildungsreferentin Arbeit und Leben Niedersachsen) stellt ihr Konzept #Betriebsgeschichte anhand der Beispiele Rheinmetall AG und Continental AG vor. Davon ausgehend diskutieren wir Möglichkeiten der Anwendung des Konzepts für die Region Berlin-Brandenburg.
Das Seminar wird in Zusammenarbeit von Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit angeboten. Anmeldung: Inga Steengrafe steengrafe(at)berlin.arbeitundleben.de 030/ 5130 192 53

NS-Geschichte entdecken

Per Rad von der Altstadt Köpenick bis Wilhelmshagen

11. Juni 2022 | 14 Uhr | Treffpunkt: Schlossplatz Altstadt Köpenick

Nach knapp 80 Jahren fällt es leicht, die noch vorhandenen Spuren des Nationalsozialismus im Alltag zu übersehen. Deshalb sollten wir uns bewusst die Zeit nehmen, diese Spuren noch zu entdecken. An welchen Orten in unserer Umgebung finden sich Überreste der NS-Diktatur, wo liegen Gedenkorte und wo sind Straßen nach Opfern der Nazis benannt?

Am 11. Juni laden wir gemeinsam mit dem Haus der Jugend Köpenick, Projekt beGEG(e)Nung, vor allem junge Leute zu einer Fahrradtour ein, um verschiedene Stationen der NS-Geschichte im Bezirk Treptow-Köpenick zu besuchen und uns mit ihrem Hintergrund zu beschäftigen. Auf der circa dreistündigen Tour werden alltägliche Orte einmal anders betrachtet.

Anmeldung online unter: https://eveeno.com/625799991

vorrangig für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren

Die eigene Familiengeschichte mit Blick auf mögliche NS-Beteiligung erforschen

Für jüngere Angehörige stellt es sich häufig als schwierig dar, die eigenen Verwandten nach der Familiengeschichte während des Nationalsozialismus zu fragen: Die damals lebenden Angehörigen haben sie meist nicht kennengelernt. Vielfach sind nur Fragmente über ihre Lebensgeschichten zwischen 1933 und 1945 bekannt. In familiär überlieferten Erzählungen stehen häufig die Leiderfahrungen nichtverfolgter Angehöriger im Vordergrund. Dennoch können familiäre Erinnerungen und Dokumente einen ersten Ansatzpunkt bilden, um mehr über die eigene Familienvergangenheit, und damit mögliche Täter:innenschaften und Beteiligungen von Angehörigen im Kontext von NS-Zwangsarbeit oder anderen NS-Verbrechenskomplexen herauszufinden.

Im Workshop werden Rechercheansätze sowie Methoden für die Gesprächsführung mit eigenen Angehörigen vorgestellt.

Der Workshop wird in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie Altglienicke veranstaltet und im Rahmen von "Demokratie leben!" des BMFSFJ gefördert. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe „Von der Geschichte zur Gegenwart. Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick“.

Die Veranstaltungsreihe ist ein Kooperationsprojekt von: aras* - politische Bildung an Schulen, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick, Partnerschaft für Demokratie Schöneweide, Partnerschaft für Demokratie Altglienicke, Projekt Dialog im Kosmos – aufsuchende politische Bildung im Kosmosviertel in Berlin Altglienicke, InteraXion – Willkommensbüro für geflüchtete Menschen und Migrant*innen, offensiv’91 e.V., TKVA- Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus (Pad gGmbH), MaMis en Movimiento e.V., Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Museen Treptow-Köpenick, Bezirksamt Treptow-Köpenick

Veranstaltungsreihe als PDF

Nationalsozialistische Sprache

Geschichte & Gegenwart

Sonntag, 10. April 2022 | 10 - 18 Uhr

Was zeichnet nationalsozialistische Sprache aus? Wie sehr hat sie die deutsche Sprache geprägt? Welche neuen Erscheinungen sind heute zu beobachten?

Ein Tagesseminar im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Der Romanist Victor Klemperer musste im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeit leisten. Unter widrigsten Umständen analysierte er die Sprache des Dritten Reiches. Seine Beobachtungen notierte er in sein Tagebuch – trotz großem Risiko. Dabei folgte er seiner eigenen Forderung an sich: „beobachte, studiere, präge dir ein, was geschieht“. Die Analyse der Sprache des Dritten Reiches half ihm zumindest seine innere Freiheit zu bewahren, „über die Öde der zehn Fabrikstunden […] hinweg“.

Im Seminar wollen wir gemeinsam über historische und aktuelle Verwendung von ausgrenzenden Wörtern, über ihre Bedeutungen und Beiklänge diskutieren. Texte werden vorab verschickt. Es werden keine besonderen Vorkenntnisse vorausgesetzt. 

Referent & Seminarleiter: Dr. Falko Schmieder

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Demokratie und der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide (offensiv´91 e.V.) statt.

Der Workshop ist kostenfrei. Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Bitte melden Sie sich bis zum 8. April per E-Mail an: weber(at)topographie.de

Programm als PDF

Unter dem Deckmantel der Arbeit

Zwangsarbeit 1938–1945

4. - 8. April 2022

Zwischen 1938 und 1945 wurden über 13 Millionen Menschen im Deutschen Reich zur Zwangsarbeit eingesetzt. An historischen Orten werden die Lebensbedingungen, die staatliche Organisation und der Nutzen für die deutsche Wirtschaft thematisiert.

Ein Seminar in Kooperation mit dem Verein Berliner Unterwelten

Dieses Seminar findet in Kooperation zwischen dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem Berliner Unterwelten e.V. statt. Es richtet sich an Erwachsene. Die Anerkennung als Seminar im Rahmen eines Bildungsurlaubs ist möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Seminar wird entsprechend der gültigen Verordnung des Landes Berlin zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus durchgeführt.

Seminarinhalte

An fünf Tagen werden wir uns im Rahmen von Führungen, Vorträgen und Diskussionen mit dem Seminarthema beschäftigen. Das Programm ist auf täglich acht Stunden ausgelegt; Programmänderungen sind auch kurzfristig möglich. Während des Seminars soll die umfangreiche Geschichte der NS-Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland vorgestellt werden. Thematisiert werden die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit, die unterschiedlichen Einsatzgebiete und die Arbeits- und Lebensbedingungen der ZwangsarbeiterInnen. Ein Überblicksvortrag stellt zu Beginn die Komplexität des Themas vor.

Auf einem ehemaligen Lagergelände, dem heutigen Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, werden die Geschichte dieses Lagers, der Einsatz der ZwangsarbeiterInnen in dessen direkter Umgebung sowie deren Alltag erläutert. In weiteren Vorträgen werden die Zusammenhänge zwischen Krieg, Zwangsarbeit und Wirtschaft erläutert oder geschildert wie die »Rekrutierung« der Arbeitskräfte in Osteuropa erfolgte. Es werden besondere Gruppen von ZwangsarbeiterInnen betrachtet.

Wir besuchen weitere Orte in Berlin, an denen sich Zwangsarbeiterlager befanden, befassen uns mit deren Nutzung nach 1945 und dem unterschiedlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute. Hier spielen auch aktuelle Aspekte eine Rolle, wie die Konflikte zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Denkmalpflege und Investoreninteresse. Am letzten Tag thematisieren wir den langwierigen Weg zur Entschädigung der ehemaligen ZwangsarbeiterInnen durch die deutsche Wirtschaft und die damit verbundene Gründung der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«.

 

 

Internationale Wochen gegen Rassismus

Freitag, 18. März | 17:00 - 19:00 Uhr

Zwangsarbeit von Sinti*ze & Rom*nja - öffentliche Führung

Im Mittelpunkt dieser Führung steht die Zwangsarbeit, die Sinti*ze und Rom*nja beispielsweise in Berliner Betrieben und der Filmindustrie leisten mussten. Anhand von ausgewählten Biografien wird exemplarisch dargestellt, was dies für die Betroffenen konkret hieß. Außerdem wird auf die Bedeutung des Rassismus gegen Sinti*ze und Rom*nja, Dimensionen ihrer Verfolgung und das nationalsozialistische Lagersystem eingegangen.

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Samstag, 19. März | 15:00 - 17:00 Uhr

Alltag von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus - öffentliche Führung

Der Rundgang durch das ehemalige NS-Zwangsarbeitslager gibt einen Überblick über Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Wer waren die 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die zum Arbeitseinsatz im Deutschen Reich gezwungen wurden? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Wie wurden sie behandelt? Ein Besuch an der restaurierten „Baracke 13“ vermittelt einen Eindruck, wie die Menschen lebten. Dabei wird deutlich, dass Zwangsarbeit zum Alltag der Deutschen gehörten.

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Sonntag, 20. März
11:00 - 13:00 Uhr 

Everyday Life of Forced Laborers in National Socialism - guided tour in English

The tour through the former Nazi forced labor camp and the permanent exhibition "Forced Labour in the Daily Round 1938-1945" gives an overview of forced labor in National Socialism. Who were the 13 million men, women and children who were forced to work in the German Reich? What work did they have to do? How were they treated? A visit to the restored "Barrack 13" gives an impression of how the forced laborers lived. It emerges that forced laborers were part of the everyday life of Germans.

13:00 - 15:00 Uhr 

„Zwischen allen Stühlen“ Italienische Militärinternierte als Zwangsarbeiter - öffentliche Führung

Italienische Militärinternierte waren Soldaten, die ab 1943 in deutsche Gefangenschaft gerieten. Italien hatte das Bündnis mit dem Deutschen Reich gekündigt, die ehemals Verbündeten galten von nun an als „Verräter“. Die Führung durch die Dauerausstellung „Zwischen allen Stühlen“ erhellt die historischen Hintergründe und zeigt, unter welchen Bedingungen die rund 650.000 italienischen Militärinternierten in Gefangenschaft lebten und arbeiteten. Ihre Geschichte ist kaum bekannt und beeinflusst doch bis heute die Beziehung zwischen Deutschland und Italien.

15:00 - 17:00 Uhr

Alltag von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus - öffentliche Führung

Der Rundgang durch das ehemalige NS-Zwangsarbeitslager gibt einen Überblick über Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Wer waren die 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die zum Arbeitseinsatz im Deutschen Reich gezwungen wurden? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Wie wurden sie behandelt? Ein Besuch an der restaurierten „Baracke 13“ vermittelt einen Eindruck, wie die Menschen lebten. Dabei wird deutlich, dass Zwangsarbeit zum Alltag der Deutschen gehörten.

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Donnerstag, 24. März | 17:00 - 19:30 Uhr

Fotos analysieren und verstehen - Online-Workshop, Anmeldung: weber(at)topographie.de

Fotos von Zwangsarbeiterinnen oder Zwangsarbeitern zeigen oft gepflegte, lächelnde Menschen und widersprechen damit den Erwartungen an Opferfotos. In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden kritisch mit Fotos als Quelle zur NS-Geschichte auseinander. Eingesetzt werden Methoden wie die klassische Bildinterpretation sowie die „segmentelle Bildanalyse“.

Die Referierenden moderieren durch das Onlineseminar. In virtuellen Räumen können die Teilnehmenden gelernte Analyseverfahren in Kleingruppen selbst ausprobieren und ihre Ergebnisse dann der Gesamtgruppe in Kurzvorträgen zur Diskussion stellen.

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Samstag, 26. März
11:00 -13:00 Uhr 

Everyday Life of Forced Laborers in National Socialism - guided tour in English

The tour through the former Nazi forced labor camp and the permanent exhibition "Forced Labour in the Daily Round 1938-1945" gives an overview of forced labor in National Socialism. Who were the 13 million men, women and children who were forced to work in the German Reich? What work did they have to do? How were they treated? A visit to the restored "Barrack 13" gives an impression of how the forced laborers lived.  It emerges that forced laborers were part of the everyday life of Germans.

 

13:00 - 16:30 Uhr

Vom Verbündeten zum „Verräter“. Erfahrungen italienischer Militärinternierter; Workshop, Anmeldung: weber@topograpahie.de

Die italienischen Militärinternierten waren dem Hass der Nationalsozialisten in besonderer Weise ausgesetzt. Galten die ehemaligen Verbündeten doch als „Verräter“. Anhand von Selbstzeugnissen und Quellen aus der Dauerausstellung „Zwischen allen Stühlen“ bearbeiten die Teilnehmenden zentrale Aspekte des Themas: Wie wirkte sich die NS-Propaganda auf den Alltag der italienischen Militärinternierten aus? Unter welchen Bedingungen mussten sie leben und arbeiten? Warum wurden sie 1944 zu zivilen Zwangsarbeitern erklärt? Der Umgang mit den italienischen Militärinternierten beeinflusst die deutsch-italienischen Beziehungen bis in die Gegenwart. Daher nimmt auch die Diskussion über Fragen von Entschädigung und Erinnerung im Workshop einen breiten Raum ein.

 

15:00 - 17:00 Uhr

Alltag von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus - öffentliche Führung

Der Rundgang durch das ehemalige NS-Zwangsarbeitslager gibt einen Überblick über Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Wer waren die 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die zum Arbeitseinsatz im Deutschen Reich gezwungen wurden? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Wie wurden sie behandelt? Ein Besuch an der restaurierten „Baracke 13“ vermittelt einen Eindruck, wie die Menschen lebten. Dabei wird deutlich, dass Zwangsarbeit zum Alltag der Deutschen gehörten.

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Sonntag, 27. März
13:00 - 15:00 Uhr

"Tra più fuochi. La storia degli internati militari italiani 1943 - 1945" - Visite guidate in italiano

visite guidate gratuite della mostra permanente

All’inizio della Seconda guerra mondiale la Germania nazionalsocialista e l’Italia fascista erano alleate. L’8 settembre 1943 l’Italia abbandonò l’alleanza e la Wehrmacht prese prigionieri i soldati e gli ufficiali italiani. Circa 650.000 militari furono deportati nel Reich e nei territori occupati dalle truppe tedesche. Nel 1944, con la fondazione della Repubblica Sociale Italiana (RSI), i prigionieri furono dichiarati „internati militari”. In tal modo, malgrado la nuova alleanza nazifascista e in violazione delle regole del diritto internazionale, poterono essere impiegati come lavoratori coatti nell’industria bellica.

La mostra permanente presenta la storia degli internati militari italiani: spazia dall’alleanza italo-tedesca durante la Seconda guerra mondiale alla rielaborazione di questa tematica ai nostri giorni. I singoli capitoli sono dedicati agli aspetti fondamentali quali la cattura, la deportazione, il lavoro coatto, la fine della guerra e la memoria.

 

15:00 - 17:00 Uhr

Alltag von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus - öffentliche Führung

Der Rundgang durch das ehemalige NS-Zwangsarbeitslager gibt einen Überblick über Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Wer waren die 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die zum Arbeitseinsatz im Deutschen Reich gezwungen wurden? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Wie wurden sie behandelt? Ein Besuch an der restaurierten „Baracke 13“ vermittelt einen Eindruck, wie die Menschen lebten. Dabei wird deutlich, dass Zwangsarbeit zum Alltag der Deutschen gehörten.

Programm als PDF



Bei allen Präsenz-Angeboten gilt 2G+. Sie finden statt im: | 2G+ is required. Guided tours take place at: | Si applica la regola 2G+. Visite guidate si svolgono nel:
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit | Britzer Straße 5 | 12439 Berlin

(UN)SICHTBARE GESCHICHTE?

NS-ZWANGSARBEIT IN UNTERNEHMENSGESCHICHTEN

Donnerstag | 13.01.2022 | 17:00 Uhr | online
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es wird eine Warteliste geführt.


Im Zweiten Weltkrieg verschleppte Deutschland Millionen von Menschen zur Zwangsarbeit. In diesem interaktiven Online-Workshop beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Welche Unternehmen haben davon profitiert und wie gehen sie heute mit dieser Geschichte um?

Der Workshop findet per Zoom und in deutscher Sprache statt.

Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Bitte melden Sie sich bis zum 12. Januar 2022 per E-Mail an: weber(at)topographie.de .

 

Der Online-Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe „Von der Geschichte zur Gegenwart. Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick“.

Die Veranstaltungsreihe ist ein Kooperationsprojekt von: aras* - politische Bildung an Schulen, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick, Partnerschaft für Demokratie Schöneweide, Partnerschaft für Demokratie Altglienicke, Projekt Dialog im Kosmos – aufsuchende politische Bildung im Kosmosviertel in Berlin Altglienicke, InteraXion – Willkommensbüro für geflüchtete Menschen und Migrant*innen, offensiv’91 e.V., TKVA- Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus (Pad gGmbH), MaMis en Movimiento e.V., Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Museen Treptow-Köpenick, Bezirksamt Treptow-Köpenick

Veranstaltungsreihe als PDF

2021

Unter dem Deckmantel der Arbeit

Zwangsarbeit 1938–1945

20. – 24. September 2021

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin bietet in Kooperation mit dem Berliner Unterwelten e.V. vom 20. bis zum 24. September 2021 das Seminar „Unter dem Deckmantel der Arbeit. Zwangsarbeit 1938-1945“ an. Das Seminar richtet sich an Erwachsene. Die Anerkennung als Seminar im Rahmen eines Bildungsurlaubs wurde beantragt.

Das Seminar wird entsprechend der dann gültigen Verordnung des Landes Berlin zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus durchgeführt.


Seminarinhalte

An fünf Tagen werden wir uns im Rahmen von Führungen, Vorträgen und Diskussionen mit dem Seminarthema beschäftigen. Das Programm ist auf täglich acht Stunden ausgelegt; Programmänderungen sind auch kurzfristig möglich.
Während des Seminars soll die umfangreiche Geschichte der NS-Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland vorgestellt werden. Thematisiert werden die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit, die unterschiedlichen Einsatzgebiete und die Arbeits- und Lebensbedingungen der ZwangsarbeiterInnen. Ein Überblicksvortrag stellt zu Beginn die Komplexität des Themas vor. Auf einem ehemaligen Lagergelände, dem heutigen Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, werden die Geschichte dieses Lagers, der Einsatz der ZwangsarbeiterInnen in dessen direkter Umgebung sowie deren Alltag erläutert. In weiteren Vorträgen werden die Zusammenhänge zwischen Krieg, Zwangsarbeit und Wirtschaft erläutert oder geschildert wie die „Rekrutierung“ der Arbeitskräfte in Osteuropa erfolgte. Es werden besondere Gruppen von ZwangsarbeiterInnen betrachtet.
Wir besuchen weitere Orte in Berlin, an denen sich Zwangsarbeiterlager befanden, befassen uns mit deren Nutzung nach 1945 und dem unterschiedlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute. Hier spielen auch aktuelle Aspekte eine Rolle, wie die Konflikte zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Denkmalpflege und Investoreninteresse.
Am letzten Tag thematisieren wir den langwierigen Weg zur Entschädigung der ehemaligen ZwangsarbeiterInnen durch die deutsche Wirtschaft und die damit verbundene Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“«.

Das Seminar ist ausgebucht.
Anmeldung für die Warteliste: bildung-sw(at)topographie.de.
Preis: kostenfrei

Programm als PDF

Fotografie-Workshop mit Mark Mühlhaus

17. – 19. September 2021

Der Workshop lädt alle Interessierten dazu ein, sich fotografisch mit dem Thema NS-Zwangsarbeit zu beschäftigen und den Umgang mit einer digitalen Spiegelreflexkamera zu erlernen. Der historische Ort des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit steht dabei im Mittelpunkt der Spurensuche. Die Teilnehmenden finden auf dem Gelände des ehemaligen Unterkunftslagers für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen eigene Motive und gestalten Bilder. Ziel ist es, über die inhaltliche und fotografische Auseinandersetzung eine eigene Geschichte zu erzählen.

Der Fotograf Mark Mühlhaus (www.attenzione-photo.com) hat sich intensiv mit dem Thema NS-Gedenkpolitik auseinandergesetzt. Seine Bilder sind unter anderem in den Bildbänden „Begegnungen“ und „KZ Überlebende und die, die nach ihnen kommen“ oder in Fotoausstellungen wie „Im Schatten von Auschwitz“ (2018/2021) veröffentlicht worden.

WANN?         

Freitag, 17. September 2021 von 13–18 Uhr

Samstag, 18. September 2021, 10–18 Uhr

Sonntag, 19. September 2021, 10–16 Uhr

WO?

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit | Britzer Str. 5 | 12439 Berlin

WER?             

Der Workshop ist für Interessierte ab 18 Jahren, Spiegelreflexkameras werden bei Bedarf gestellt.

ANMELDUNG:

Anmeldung an Eva Kuby: kuby(at)topographie.de

KOSTENLOS

Während des Workshops gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln des Dokumentationszentrums.

PDF

Tag des offenen Denkmals

Samstag, 11. September 2021


Ausstellungsrundgang: Rotspanier - Spanische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg. 11 Uhr, Treffpunkt: Baracke 2

Stadtteilrundgang: Orte der Zwangsarbeit in Schöneweide und ihre heutige Nutzung. 12 Uhr, Treffpunkt: Eingang Dokumentationszentrum

Rundgang und Gespräch: Baracke 13 - Wie wird ein Gebäude zu einer Ausstellung? 12 Uhr, Treffpunkt: Baracke 2

Ausstellungsrundgang: Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1943-1945. 15 Uhr, Treffpunkt: Baracke 4
 

Sonntag, 12. September 2021


Ausstellungsrundgang: Rotspanier - Spanische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg. 11 und 13 Uhr, Treffpunkt: Baracke 5

Rundgang und Gespräch: Baracke 13 - Wie wird ein Gebäude zu einer Ausstellung. 12 Uhr, Treffpunkt: Baracke 2

3-stündige Fahrradtour: Orte der Zwangsarbeit in Schöneweide und ihre heutige Nutzung. 14 Uhr, Treffpunkt: Eingang Dokumentationszentrum, eigenes Fahrrad erforderlich

Geländerundgang und Ausstellung: Alltag Zwangsarbeit 1938-1945. 15 Uhr, Treffpunkt: Baracke 2

Behind the scene ‐ discover industrial heritage

07. – 22. August 2021

In cooperation with the restorers of the Berlin University of Applied Sciences, the Berlin Centre for Industrial Culture, the International Youth Community Services (ijgd) and the ERIH Anchor Point Deutsches Technikmuseumand the Nazi Forced Labour Documentation Centre:

WorkCamp Industrial Heritage
Where: Berlin, Germany
When: 07. – 22. August 2021
Who: 15 participants aged 18
26 years old

 

Szenische Lesung mit digitalen Mitteln

Digitales Internationales Sommerlager

8. - 14. August 2021

Das digitale Sommerlager fand in Kooperation mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste statt. Im Mittelpunkt des Sommerlagers steht die Biografiearbeit und eine – mit digitalen Mitteln erarbeitete – szenische Lesung.

Während des digitalen Sommerlagers setzen sich die Teilnehmenden mit den Hintergründen und Lebensgeschichten der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen, aber auch der Einsatzträger und Lagerleiter:innen auseinander. Durch die Beschäftigung mit den Interviews und anderen Quellen bekommen die Teilnehmenden einen Einblick in die Strukturen von NS-Zwangsarbeit und in einzelne Biografien ehemaliger Akteur:innen. Damit möchten wir das Interesse an historischen und politischen Prozessen wecken und aufzeigen, dass Geschichte und eine kritische Haltung auch etwas mit der eigenen Lebenswelt zu tun haben.

Die Biografiearbeit wird durch eine Auseinandersetzung mit Interviews der Zeitzeug:innen intensiviert. Diese Texte werden im digitalen Rahmen – mit allen Mitteln, die uns Zoom zur Verfügung stellt – szenisch aufgearbeitet. Die gemeinsam gestaltete Lesung wird gefilmt und als Kurzfilm das Endprodukt dieser Projektwoche sein.

 

Searching for Traces of Forced Labour

Online Study camp

12. bis zum 23. Juli

Zum zweiten mal veranstaltete die IJBS ein Online Studycamp “Searching for Traces of Forced Labour” in Kooperation mit Service Civil International Deutschland. Das Online Studycamp bietet dir die Möglichkeit, dich mit der NS-Zwangsarbeit, sowie mit modernen Formen der Zwangsarbeit in unserer  Gesellschaft auseinander zu setzen.

Digitale Ausstellung

Internationaler Museumstag

16. Mai 2021

Zum Internationalen Museumstag bieten wir in diesem Jahr digitale Workshops zum Thema an. Sollten die Berliner Museen widererwartend geöffnet werden können, finden Sie an dieser Stelle auch die analogen Angebote:

11:00 - 12:30 Uhr Workshop: NS-Zwangsarbeit - Eine Einführung ins Thema

Der Workshop stellt den historischen Ort des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit vor. Ein interaktiver Rechercheteil gibt Einblick in die vielfältigen Aspekte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus.

14:00 - 16:00 Uhr Workshop: (Un)sichtbare Geschichte? NS-Zwangsarbeit in Unternehmensgeschichten

Im Zweiten Weltkrieg verschleppte Deutschland Millionen von Menschen zur Zwangsarbeit. In dem interaktiven Workshop beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Welche Unternehmen haben davon profitiert und wie gehen sie heute mit dieser Geschichte um? 
 

Informationen und Anmeldung

 

2020

Searching for Traces of Forced Labour

Online Studiencamp

Im August 2020 fand in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte das erste digitale Study Camp „Searching for Traces of Forced Labour“ in Kooperation mit dem Service Civil International Deutschland statt.

Zwölf Teilnehmende aus Bangladesch, China, Deutschland, Italien, Mexiko, Sebien, Südkorea, Spanien, aus der Türkei und Ukraine gingen in ihren Heimatländern auf Spurensuche: Zur Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg, aber auch zu heutigen Formen der Zwangsarbeit.

Innerhalb von zwei Wochen haben sie eine digitale Ausstellung erarbeitet, in der ihre Geschichten und Fotografien präsentiert werden.

zur Ausstellung

Fachtag: Was ist faire Arbeit?

12. August 2020

Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt für Zugewanderte heute, Ausbeuterische Arbeitsbedingungen in der Vergangenheit

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Fachtag zu fairer Arbeit am 28.04.2020 (Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) abgesagt. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen wollen wir nun die Veranstaltung in alternativen Räumlichkeiten nachholen und uns über ausbeuterische Arbeitsbedingungen in Vergangenheit und Gegenwart austauschen. Der Fachtag fokussiert sich auf die Situation zugewanderter Menschen auf dem Berliner Arbeitsmarkt.

9:00 Uhr: Ankommen

  • Rathaus Köpenick, Ratssaal (Raum 201), Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin

9:30 Uhr:

  • Spannungsfeld faire Arbeit vs. schneller Arbeitseinstieg Herausforderungen und Vermittlungshindernisse für Vermittlung und Beratung

Im ersten Teil erwarten uns zunächst Kurz-Inputs zu Vermittlungsdruck, Kriterien für Vermittlung in faire Arbeit und Folgen von Überlastung am Arbeitsplatz. In Kleingruppen sprechen wir anschließend gemeinsam über die Themen. Unter anderem stehen uns für einen Austausch fachkundige Kolleg:innen von folgenden Projekten zur Verfügung: DGB-Projekt FairMobility, Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit BEMA, Bridge – Berliner Netzwerk für Bleiberecht, Work for Refugees (alle angefragt)

 

12:00 Uhr: selbstständiges Mittagessen in der Altstadt und Fahrt zum Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

13:00 Uhr: Führung: Arbeitsbedingungen in der NS-Zwangsarbeit

  • Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Baracke 2, Britzer Str. 5, 12439 Berlin
    Im zweiten Teil werden im Rahmen einer Führung durch das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit die Themen (Zwangs-)Rekrutierung, Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeitenden und die Rolle der Arbeitsverwaltungen besprochen.

Die Veranstaltung richtet sich besonders an: Beratungsstellen, Jobvermittelnde, Job-Coaches, Sozialarbeiter:innen, Berufseinstiegsbegleitende und alle anderen Interessierten, die zugewanderte Menschen in Arbeitsfragen unterstützen.

Die Veranstaltung ist als Bildungsurlaub anerkannt.

Bitte denken Sie daran, einen Mund-Nasen-Schutz, insbesondere für die öffentlichen Verkehrsmittel und den Aufenthalt in den Baracken des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit mitzubringen.

Anmeldung:  christine.herm(at)ba-tk.berlin.de

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, DIALOG Integrationsgzentrum, Projekt zur Arbeitsmarktintegration (abw gGmbH), dem Bezirksamt Treptow-Köpenick, Büro Integration und InteraXion, Willkommensbüro und Wohnraumberatung für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung in Treptow-Köpenick (offensiv'91 e.V.).

Programm als PDF

Wie politisch ist Sport?

Rätseltour

11. Juli 2020 | 14-18 Uhr

Wir laden Sie ein, mit uns am Samstag, 11. Juli zwischen 14 und 18 Uhr verschiedene Stationen in Treptow-Köpenick zur politischen Bedeutung von Sport zu besuchen.

Die Stationen sind voraussichtlich:
• Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Niederschöneweide
• Mellowpark in Oberschöneweide
• Stadion an der Alten Försterei (1. FC Union) in Oberschöneweide
• Flugplatz in Johannisthal-Adlershof
• Wassersport-Museum in Grünau
• Köpenicker Fußball Club im Allende-Viertel

Sie können mit dem Fahrrad, zu Fuß oder den öffentlichen Verkehrsmitteln teilnehmen. Anfangen können Sie bei jeder Station und auch eine eigene Route heraussuchen. Für die Rätsel bekommen Sie einen Laufzettel mit einem kleinen Kreuzworträtsel. Unter allen Teilnehmenden, die das Lösungswort erraten können, verlosen wir kleine Preise. Dafür ist keine Teilnahme an allen Stationen notwendig.

In Anbetracht der aktuellen Situation um Covid-19 bitten wir Sie jedoch, nur in kleinen Gruppen mit maximal fünf Personen teilzunehmen. Sie fahren oder gehen von Station zu Station und lösen dort Rätsel. Bitte bringen Sie zudem Mund-Nasen-Masken mit.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe  "Von der Geschichte zur Gegenwart - Orte der historischen und politischen Bildung in Treptow-Köpenick" in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, Willkommensbüro Interaxion und das Bezirksamt Treptow-Köpenick.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung vorab an Christine.Herm(at)ba-tk.berlin.de.

(un)sichtbare Geschichte?

NS-Zwangsarbeit in Unternehmensgeschichten

18. Juni 2020 | 17 Uhr

Das Onlineseminar ist ausgebucht, wir vergeben Wartelistenplätze

Online Seminar

Im Zweiten Weltkrieg verschleppte Deutschland Millionen von Menschen zur Zwangsarbeit. Wir beschäftigen uns mit der Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Welche Unternehmen haben davon profitiert und wie gehen sie heute mit dieser Geschichte um?

Der Workshop wird angesichts der Corona-Pandemie online als webinar umgesetzt.

Es handelt sich um einen Ersatztermin für die am 2. April 2020 ausgefallene gleichnamige Veranstaltung in der Reihe "Von der Geschichte zur Gegenwart. Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick" in Kooperation mit dem Zentrum für Demokratie, der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick, dem Willkommensbüro interaxion (offesniv'91) und dem Bezirksamt Treptow-Köpenick.
Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt: Bitte melden Sie sich bis zum 16. Juni 2020 an: weber(at)topographie.de.

Einladung

 

Geschichte(n) im Ohr, Bilder im Kopf

Podcast-Workshop zum Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

Wie kann ich einen Podcast produzieren? Wie mache ich Geschichte(n) hörbar? Gemeinsam mit dem Radioreporter Florian Jacobsen wollen wir diesen Fragen am historischen Ort eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers nachgehen und eigene Podcasts aufnehmen.


Einladung

 

2019

Thementag: Was ist faire Arbeit?

Erfahrungen von Migrant*innen und Geflüchteten im Kontext der Menschenrechte

Dienstag, 10. Dezember 2019, 15:00 – 20:00

Wir wollen in zwei Teilen über das Thema faire Arbeit sprechen. Im ersten Teil geht es um Arbeit im Zweiten Weltkrieg. Darauf folgend sind 1948 die Menschenrechte entstanden. Trotzdem müssen Menschen immer wieder neu für sie kämpfen. Das gilt auch für die Rechte im Job. Besonders für Zugewanderte gibt es dabei häufig Probleme. Darum geht es im zweiten Teil um aktuelle Arbeits-Bedingungen von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung.

Mit dem Thementag möchten wir besonders ansprechen: Migrant*innen und Geflüchtete, Ehrenamtliche und Unterstützende, Vormünder, Berufsschüler*innen und alle anderen Interessierte.

Sollte eine Übersetzung benötigt werden, schreiben Sie eine E-Mail an: interaxion(at)offensiv91.de

 

15-18 Uhr Teil 1

Im ersten Teil geht es um Arbeit im Zweiten Weltkrieg. Darauf folgend sind 1948 die Menschenrechte entstanden. Trotzdem müssen Menschen immer wieder neu für sie kämpfen. Das gilt auch für die Rechte im Job. Besonders für Zugewanderte gibt es im Job häufig Probleme.

18-20 Uhr Teil 2

Menschen müssen immer wieder neu für ihre Rechte kämpfen. Besonders für Zugewanderte gibt es im Job häufig Probleme. Darum geht es im zweiten Teil des Thementages um aktuelle Arbeits-Bedingungen von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit:

Bezirksamt Treptow-Köpenick

Willkommensbüro / interaxion

Migrationsberatung für Erwachsene
DIALOG - Integrationszentrum für Migranten; abw - gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Bildung und Wohnen mbH

Sozialfabrik

Fair/ Faire Mobilität
Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv

BEMA
Beratungszentrum Migration und gute Arbeit

Einladung

Fotografieworkshop mit Mark Mühlhaus

Fotografieren lernen, Geschichte begreifen, mit Bildern erzählen

25. - 27. Oktober 2019

Der Workshop bietet die Möglichkeit, den Umgang mit einer digitalen Spiegelreflexkamera anhand von Spuren der NS-Zwangsarbeit zu erlernen.

Das Gelände des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit sowie die städtische Umgebung stehen im Mittelpunkt der fotographischen Spurensuche. Die Teilnehmenden üben an diesem besonderen Ort die Gestaltung von Bildern und die Suche nach eigenen Motiven. Ziel ist es, über die inhaltliche Auseinandersetzung eine eigene Fotogeschichte zu erarbeiten.

Der Fotograf Mark Mühlhaus von attenzione photographers (www.attenzione-photo.com) hat sich intensiv mit dem Thema NS-Gedenkpolitik auseinandergesetzt. Seine Ergebnisse hat er unter anderem in dem Bildband »Begegnungen« (2005) und der Fotoausstellung »Im Schatten von Auschwitz« (2017/2018) veröffentlicht.

 

Seminarzeiten:
Freitag, 25. Oktober 2019, 13–18 Uhr
Samstag, 26. Oktober 2019, 10–18 Uhr
Sonntag, 27. Oktober 2019, 10–16 Uhr

Der Workshop ist auf 12 Personen begrenzt, Mindestalter ist 18 Jahre. Die Kameras werden auf Wunsch kostenlos gestellt.

Teilnahmegebühr: 45 € / für Studierende 30 € (inklusive Getränke und vegetarischem Mittagessen)
Anreise und Unterbringung sind von den Teilnehmenden selbst zu organisieren. Anmeldung bis 18. Oktober 2019: bildung-sw(at)topographie.de

Abschlussveranstaltung des Internationalen fotografischen Sommerlagers

Ausstellung der Arbeiten

25. Juli | 19 Uhr

Vom 12. bis 26. Juli findet unsere internationale Spurensuche mit Teilnehmenden aus Belarus, der Türkei, Urkaine, Tschechien, Russland, Georgien und Deutschland statt. Die Teilnehmenden lernen nicht nur den handwerklichen Umgang mit einer professionellen Fotoausrüstung, begeben sich in Berlin auf fotografische Spurensuche, sie werden auch mit Vera Friedländer auf eine Berliner Zeitzeugin zum Gespräch treffen. Wir sind sehr froh, dass sich Frau Friedländer die Zeit nehmen wird.

Rassismus gegen Sinti und Roma, früher und heute

Workshop

27. Mai 2019 | 17 Uhr

Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus und Amaro Foro e.V. im Rahmen des Programms "Von der Geschichte zur Gegenwart | Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick"

Am historischen Ort eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers beschäftigt sich der Workshop zunächst mit der Situation von Sinti und Roma zur Zeit des Nationalsozialismus. Angehörige der Minderheit wurden in Deutschland und Europa systematisch verfolgt, ausgebeutet und ermordet. Nach Schätzungen fielen 500.000 Menschen dem Völkermord zum Opfer. Die Überlebenden und ihre Angehörigen waren auch nach dem Zweiten Weltkrieg mit Rassismus konfrontiert. Im zweiten Teil des Workshops wird es um die heutige Situation verschiedener Gruppen von Roma und Sinti in Deutschland gehen. Der Fokus liegt dabei auf politischen und medialen Debatten sowie strukturellen Benachteiligungen und Erfahrungen von Rassismus im Alltag.