Workshops

In den Workshops können sich die Teilnehmer intensiver mit dem Thema NS-Zwangsarbeit auseinandersetzen. Das Angebot richtet sich an Schüler der Sekundarstufen I und II und an Jugend- und Erwachsenengruppen ebenso wie an Studenten und unterschiedliche Berufsgruppen. Individuelle Schwerpunkte werden nach Absprache und Möglichkeit gesetzt.

Pädagogik und Führungen
Eva Kuby
kuby(at)topographie.de
030 6390 288 21

Bildungsbroschüre als Download

 

Lebensgeschichten aus dem Zwangsarbeitslager
Biografisches Lernen

Ab 9. Klasse (alle Schultypen)
Dauer: 3 bis 4 Stunden

Was hieß Zwangsarbeit im Nationalsozialismus? Wie wirkte sich die NS-Rassenhierarchie auf das Leben Einzelner raus? In diesem Workshop beschäftigen sich die Teilnehmenden mit biografischen Quellen: mit persönlichen Dokumenten und Fotos sowie Auszügen aus Interviews mit Zwangsarbeiter*innen. Die Schülerinnen und Schüler lernen außerdem verschiedene Quellen zum Nationalsozialismus kennen. Der Workshop eignet sich gut als Einstieg in das Thema.

Schüler*innen erforschen NS-Zwangsarbeit
Selbstführung

Ab 9. Klasse (alle Schultypen)
Dauer: 3 bis 4 Stunden

In Kleingruppen erforschen Schüler*innen selbstständig auf dem Gelände und in den Ausstellungen Aspekte der NS-Zwangsarbeit: Welche Geschichte hat das Lager? Wie wurden Zwangsarbeiterinen und Zwangsarbeiter rekrutiert? Wie sah ihr Lebens- und Arbeitsalltag aus? Was geschah bei Luftangriffen? Wie wurden Fluchten geahndet? Welche Überlebensstrategien und Freiräume schafften sich die
Zwangsarbeiter*innen? Materialmappen unterstützen die Arbeit. Die Ergebnisse werden anschließend in einer Selbstführung präsentiert.

Akteur*innen der Zwangsarbeit
Lernen mit Quellen

Ab 9. Klasse (alle Schultypen), Erwachsene
Dauer: 4 bis 5 Stunden

Zwangsarbeit kannte nicht nur Täter und Opfer, sondern auch Profiteure, Helfer*innen und Zuschauer*innen. Welche Handlungsspielräume hatten die jeweiligen Akteure? Damit beschäftigen sich die Teilnehmenden in diesem Workshop. Materialgrundlage sind Biografien, verschiedene Quellen aus der NS-Zeit und die Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938-1945“.

Heile Welt oder schöner Schein? Fotos von Zwangsarbeiter*innen
Fotointerpretation

Ab 9. Klasse (alle Schultypen), Erwachsene
Dauer: 4 Stunden

Fotos von Zwangsarbeiterinnen oder Zwangsarbeitern zeigen oft gepflegte, lächelnde Menschen. Die Bilder widersprechen damit den Erwartungen an Opferfotos. Heile Welt oder schöner Schein? In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden kritisch mit Fotos als Quelle zur NS-Geschichte auseinander. Eingesetzt werden Methoden wie die klassische Bildinterpretation sowie die „segmentelle Bildanalyse“. Diese freie und assoziative Form der Analyse teilt Fotos in Segmente ein, die jeweils einzeln interpretiert werden. So wird der genaue Blick auf historische Fotos geschult. 

Vom Verbündeten zum „Verräter“. Erfahrungen italienischer Militärinternierter

Ab 9. Klasse (alle Schultypen)
Dauer: 3 bis 4 Stunden

Die italienischen Militärinternierten waren dem Hass der Nationalsozialisten in besonderer Weise ausgesetzt. Galten die ehemaligen Verbündeten doch als „Verräter“. Anhand von Selbstzeugnissen und Quellen aus der Dauerausstellung „Zwischen allen Stühlen“ bearbeiten die Teilnehmenden zentrale Aspekte des Themas: Wie wirkte sich die NS-Propaganda auf den Alltag der italienischen Militärinternierten aus? Unter welchen Bedingungen mussten sie leben und arbeiten? Warum wurden sie 1944 zu zivilen Zwangsarbeitern erklärt? Der Umgang mit den italienischen Militärinternierten beeinflusst die deutsch-italienischen Beziehungen bis in die Gegenwart. Daher nimmt auch die Diskussion über Fragen von Entschädigung und Erinnerung im Workshop einen breiten Raum ein.