Ausgeschlossen

Archäologie der NS-Zwangslager

Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben in den nationalsozialistischen Zwangslagern.

Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“ zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal.

Über 300 Objekte in sieben Kapiteln geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie die Arbeit der zeithistorischen Archäologie.
 

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Im Totaleinsatz

Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung für das Dritte Reich

Ausstellung unter der Schirmherrschaft der Außenminister der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland.

Die Ausstellung thematisiert im Kontext der NS-Besatzungspolitik die allmähliche Entwicklung der NS-Zwangsarbeit im „Protektorat Böhmen und Mähren“. Sie zeigt die Mobilisierung der tschechischen Bevölkerung bis zur Zwangsrekrutierung ganzer Jahrgänge. Die Ausstellung dokumentiert den Arbeitseinsatz und die Lebensbedingungen der tschechischen Zwangsarbeiter sowie das System von Arbeit und Strafe in den Arbeitserziehungslagern. Auch die Sklavenarbeit der KZ-Häftlinge sowie die spezifische Situation der tschechischen Juden und Roma werden ausführlich dargestellt. Zu sehen sind rund 250 vor allem persönliche Dokumente und Fotografien, die zum Teil erstmals in Deutschland gezeigt werden.

Besonders hervorzuheben sind die einzigartigen Bilder des tschechischen Fotografen Zdeněk Tmej aus den Jahren seiner Zwangsarbeit 1942-1944. Ein Ausstellungskapitel ist speziell der Zwangsarbeit der Tschechen in Berlin gewidmet. Ein Film mit Ausschnitten aus Interviews mit Überlebenden und thematische Erinnerungshefte ergänzen diese Zeugnisse.

Die Ausstellung kann über den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond ausgeliehen werden.


Erinnerung bewahren

Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945

Thema dieser Ausstellung ist die Geschichte der 2,8 bis 3 Millionen polnischen Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges zur Arbeit in der deutschen Kriegs- und Landwirtschaft gezwungen wurden. Schautafeln mit Fotos und Dokumenten, Originalobjekten, Biographien sowie ein Film verdeutlichen das Schicksal dieser Menschen.

Die polnische Fassung der Ausstellung wurde von der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ Warschau erarbeitet und seit 2005 in verschiedenen polnischen Städten gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit entstand eine aktualisierte deutsche Fassung, die an weiteren Standorten in Deutschland zu sehen sein wird.

Die Ausstellung kann über die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung ausgeliehen werden.