Veranstaltungen

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NS-Zwangsarbeit vor unserer Haustür - Alle Orte und Termine

Veranstaltungsreihe 12 Berliner Bezirke, 12 Veranstaltungen

Vor 80 Jahren, im Jahr 1942, wurde Zwangsarbeit in Berlin zum Massenphänomen. Mit zunehmender Dauer des Krieges wuchs der Arbeitskräftebedarf der deutschen Wirtschaft ins Unermessliche. Im März 1942 schuf das NS-Regime mit dem „Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“ eine Zentralbehörde, um die Verschleppung von immer mehr Menschen effizienter zu organisieren. Im Rahmen der „Lagerbauaktion 1942“ entstanden in Berlin hunderte neue Unterkunftslager.

Die Reihe nimmt in 12 Veranstaltungen die einzelnen Berliner Bezirke in den Blick. Was hat dieses Verbrechen, das vor unserer Haustür stattfand, mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun? Und warum erfolgte die Aufarbeitung erst so spät? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe sind Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen geplant. Im Mittelpunkt stehen Orte der Zwangsarbeit, die erst kürzlich „neu entdeckt“ wurden.

Donnerstag, 20. Januar 2022, 18 Uhr
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf, online

Donnerstag, 17. Februar 2022, 18 Uhr
Museen Treptow-Köpenick, online

Donnerstag, 17. März 2022, 18 Uhr
Museum Reinickendorf, online

Donnerstag, 7. April 2022, 18 Uhr
Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64

Donnerstag, 19. Mai 2022, 18 Uhr
Mitte Museum, Pankstr. 47

Donnerstag, 16. Juni 2022, 18 Uhr
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstr. 95A

Donnerstag, 14. Juli 2022, 18 Uhr
Museen Tempelhof Schöneberg, Schöneberg Museum, Hauptstraße 40

Donnerstag, 25. August 2022, 18 Uhr
Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf, Schwartzsche Villa, Grunewaldstr. 55

Donnerstag, 22. September 2022, 18 Uhr
Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227-228

Donnerstag, 20. Oktober 2022, 18 Uhr
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51

Donnerstag, 17. November 2022, 18 Uhr
Museum Neukölln, Alt-Britz 81

Donnerstag, 8. Dezember 2022, 19 Uhr
Museum Lichtenberg, Türrschmidtstr. 24

 

Das Programm als PDF

Das Stalag III D

Kriegsgefangene in Berlin

 

Donnerstag, 1. Dezember 2022, 19 Uhr

Die Veranstaltung präsentiert neue Forschungen zum Berliner Kriegsgefangenenlager Stalag III D, über das bislang wenig bekannt ist.

Die Wehrmacht begründete das Stalag III D im August 1940 mit der Einrichtung des Lagers Lichterfelde. Weitere Lagerstandorte entstanden u.a. in Falkensee, Kaulsdorf, Friedrichsfelde und Großbeeren. Zudem bestanden hunderte weitere Arbeitskommandos, die größtenteils ebenfalls in Lagern untergebracht waren.

Französische Kriegsgefangene bildeten lange die größte Gruppe im Stalag III D; dies ist Thema in der Ausstellung „Vergessen und vorbei?“. Ab 1943 brachte die Wehrmacht über 30.000 Italiener nach Berlin. Wenig bekannt ist, dass auch über 10.000 sowjetische Gefangene im Stalag III D waren.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Grußwort: Dr. Heike Winkel
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Überblicksvortrag: Barbara Schulz
Büro für Zeitgeschichte und Denkmalpflege

Italienische Militärinternierte: Arne Pannen
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Sowjetische Kriegsgefangene: Kolja Buchmeier
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Moderation: Dr. Babette Quinkert
Museum Berlin-Karlshorst

Um 18 Uhr findet eine Kuratorenführung durch die Ausstellung „Vergessen und vorbei? Das Lager Lichterfelde und die französischen Kriegsgefangenen“ statt.

Die Dauerausstellung ist bis 19 Uhr geöffnet.

Einladung

NS-Zwangsarbeit in den Berliner Bezirken - Teil 12

Lichtenberg: Orte der NS-Zwangarbeit und des Gedenkens

8. Dezember 2022 | 19 Uhr | Museum Lichtenberg

NS-Zwangsarbeit war auch in Lichtenberg allgegenwärtig. Zudem befanden sich im Bezirk Institutionen der Zwangsarbeit von überregionaler Bedeutung.

In Lichtenberg fand Zwangsarbeit sowohl in namhaften Industriebetrieben, z.B. bei Knorr-Bremse, als auch in der Landwirtschaft statt. Mit dem Arbeitshaus Rummelsburg lag im Bezirk eine Einrichtung, die Zwangsarbeit schon im Kaiserreich praktiziert hatte. Das „Arbeitserziehungslager“ Wuhlheide nahm in Berlin eine Schlüsselrolle bei der Verfolgung von Zwangsarbeiter:innen ein.

Beispiele von Orten der Zwangsarbeit und der Verfolgung stehen imMittelpunkt des Vortrags von Thomas Irmer über das Profil der NS-Zwangsarbeit in Lichtenberg. Roland Borchers stellt aktuelle Formen des Gedenkens vor.

Begrüßung und Moderation: Anna Maria Katz
Leitung Fachbereich Museum und Geschichte / Museum Lichtenberg

Grußwort: Dr. Christine Glauning
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Überblicksvortrag: Thomas Irmer
Historiker, Politologe, Experte für die Geschichte der NS-Zwangsarbeit

Gedenken: Roland Borchers
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Einladung