2021

NS-Zwangsarbeit in Adlershof

Ein Audiowalk

Sonntag, 19. September 2021 | 16 Uhr

Der Rundgang besteht aus neun Gedenktafeln und aus 14 Audio-Stationen zu historischen Orten der Zwangsarbeit in Adlershof.

Adlershof war in der NS-Zeit ein wichtiger Industriestandort. Hier befanden sich zahlreiche Einsatzorte und Unterkünfte für Zwangsarbeitende. Der Rundgang informiert über diese historischen Orte und die Unternehmen, die von Zwangsarbeit profitierten. Das Angebot, das online abgerufen werden kann, enthält vertiefende Informationen, unter anderem zur NS-Geschichte von Adlershof.

Die Museen Treptow-Köpenick erarbeiteten den Rundgang in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Nach der ca. 45-minütigen Veranstaltung im Restaurant P TWO, einem der Tafelstandorte, werden Führungen entlang des Rundgangs angeboten. Begrüßung: Cornelia Flader Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport

Einführung: Roland Borchers, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Projektvorstellung: Agathe Conradi, Leiterin der Museen Treptow-Köpenick
Vortrag zu Zwangsarbeit in Adlershof: Thomas Irmer, Historiker, Politologe, Kurator zahlreicher Ausstellungen, Experte für das Thema NS-Zwangsarbeit

Eine Teilnahme an der Veranstaltung und den Führungen ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

AnmeldungEinladung

Vernissage: Die Geschichte von Valentin S.

Eine „Poster-Novel“ von Ihor Tvoronovych

9. September 2021, 19 Uhr

Valentin S. war ukrainischer NS-Zwangsarbeiter und starb im KZ Dachau. Ihor Tvoronovych stellt die Geschichte seines Großonkels in einer Plakatserie dar.

Angeregt durch die Teilnahme an Jugendbegegnungen des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit, hat der junge Künstler Ihor Tvoronovych seine Familiengeschichte
erforscht. Er fand heraus, dass sein Großonkel NS-Zwangsarbeiter war. Dieser musste erst auf einem Bauernhof in der Nähe von Genthin arbeiten, anschließend in einem Bergwerk in Westfalen. Er floh und konnte sich eine Zeitlang verstecken. Der letzte Hinweis auf Valentin S. ist ein Dokument über seinen Tod im KZ Dachau 1943. Die Hintergründe sind unklar.

Gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ hat Ihor Tvoronovych die Geschichte von Valentin S. in einer Serie von Plakaten künstlerisch umgesetzt. Jedes Motiv steht für eine Station auf dem Leidensweg seines Großonkels. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit zeigt eine Auswahl der Arbeiten.

Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich, die Zahl der Plätze ist begrenzt.
 

Einladung    Anmeldung

Was bleibt? Über die Erinnerung an NS-Zwangsarbeit in Familien

Digitales Podiumsgespräch mit Kindern ehemaliger Zwangsarbeiter:innen

Donnerstag, 26. August 2021 | 19 Uhr | online

 

Was bedeutet die Zwangsarbeits-Erfahrung der Eltern für das eigene Leben und die Familie? Haben die Mütter und Väter von ihrer Ausbeutung im NS-System erzählt oder geschwiegen? Um diese und weitere Fragen geht es im Gespräch mit Ton Maas, Prof. Dr. Olga Ryabchenko und Ilona Strimber.

Kees Maas leistete Zwangsarbeit bei Telefunken in Berlin. Dabei lernte er auch seine spätere Frau kennen. Ab 1943 litt er zunehmend unter den Luftangriffen auf die Stadt. 2017 begann Ton Maas die Tagebücher und Briefe seines Vaters aus dieser Zeit zu lesen und die Geschichte in einem Buch aufzuarbeiten.

Leonid Ryabchenko war Zwangsarbeiter, vor allem in der Gießerei bei der „Deutsche Industrie Werke AG“ in Berlin-Spandau. In der Nachkriegszeit wurde er in die Rote Armee eingezogen und in sowjetischen Straflagern interniert. Seine Erfahrungen verarbeitet er in autobiografischen Büchern. Seine Tochter Olga Ryabchenko ist Historikerin und sprach schon in jungen Jahren mit ihrem Vater über dessen Erlebnisse.

Hildegard Simon wurde zur Zwangsarbeit bei der Batteriefabrik Pertrix in Berlin-Schöneweide gezwungen. Ab 1942 tauchte sie mit ihrem Mann Arno mit gefälschten Papieren bis Kriegsende in Berlin unter. Ihre Tochter Ilona Strimber führte 1997 ein ausführliches Interview mit ihrer Mutter für die Shoah Foundation und setzt sich für die Aufarbeitung des Arbeitseinsatzes bei Pertrix ein.

 

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Podium: Ton Maas, Prof. Dr. Olga Ryabchenko und Ilona Strimber

Moderation: Shelly Kupferberg, freie Journalistin

 

Eine ukrainische Familiengeschichte

Digitales Zeitzeuginnengespräch mit Dr. Maria Kiciuk

Mittwoch, 25. August 2021 | 19 Uhr | online

Dr. Maria Kiciuk, geb. Kocur, und ihre Familie lebten vor Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Westukraine. Nach der Annexion durch die Sowjetunion wurde die Familie enteignet und musste ihr Haus verlassen. Unter deutscher Besatzung kehrten sie 1941 auf ihren Hof zurück. Mit Herannahen der Roten Armee im Frühling 1944 flohen die Eltern mit ihren drei Kindern. Sie wurden von deutschen Truppen verhaftet und über Linz nach Berlin gebracht. Die Familie war dort in einem Barackenlager untergebracht. Marias Eltern sowie ihr 17-jähriger Bruder Theodor mussten bei der Firma Pertrix Zwangsarbeit leisten. Maria verbrachte diese Zeit mit anderen Kindern in der Baracke. Kurz vor Kriegsende floh die Familie Kocur nach Erlangen. Von dort wanderten sie 1949 in die USA aus, wo Maria noch heute lebt.

Dr. Maria Kiciuk hat ihre Familiengeschichte in einem Erinnerungsbericht aufgearbeitet. Gemeinsam mit ihrer Tochter Oksana Kulynych trägt sie daraus vor.

 

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Vortrag und Gespräch: Dr. Maria Kiciuk und Oksana Kulynych

Moderation: Uta Fröhlich, Gedenkstätte Deutscher Widerstand

 

15 Jahre Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Festakt und Podiumsdiskussion: "Wie geht es weiter? Die Auseinandersetzung mit der NS-Zwangsarbeit in den 2020er Jahren"

Dienstag, 24. August 2021 | 18 Uhr | online

Festakt

Begrüßung:

Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Grußworte:

Maria Bering, Ministerialdirektorin bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa

Bogdan Bartnikowski, Zeitzeuge

Wie geht es weiter? Die Auseinandersetzung mit der NS-Zwangsarbeit in den 2020er Jahren

Podiumsdiskussion

Welche Rolle wird oder soll das Thema NS-Zwangsarbeit zukünftig in Gedenkstätten, Schulen oder in der Forschung spielen? Welchen Platz nimmt die Aufarbeitung des Themas Zwangsarbeit im Gesamtrahmen der Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte ein? Wie wird sich die Vermittlung des Themas in den kommenden Jahren ausgestalten?

Unsere Podiumsgäste sind eingeladen, ihre Sicht auf die Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit für die Zukunft skizzieren. Dabei sollen gemeinsam Herausforderungen und mögliche Handlungsfelder diskutiert werden.

Podium:

Dr. Andrea Despot, Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Dr. Irina Scherbakowa, MEMORIAL Moskau

Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Moderation:

Dr. Juliane Haubold-Stolle, Stiftung Berliner Mauer

 

Zwangswelten

Polnische Zwangsarbeiter:innen in Berlin 1939−1945

Mittwoch, 7. Juli 2021 | 19 Uhr | online

Katarzyna Woniak stellt ihr neues Buch vor, das die Emotions- und Alltagsgeschichte von polnischen Zwangsarbeiter:innen in Berlin untersucht.

Polinnen und Polen bildeten die erste Gruppe, die nach Beginn des Zweiten Weltkrieges massenhaft in das Deutsche Reich verschleppt wurde, insgesamt rund zwei Millionen Menschen. Gekennzeichnet mit dem Buchstaben „P“, bildeten sie auch im Berliner Stadtbild eine signifikante Gruppe. Katarzyna Woniak analysiert die Lebenswelten der Polinnen und Polen aus individueller Perspektive. Sie beschreibt eingehend die komplexe Lebenswirklichkeit der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die alltäglichen Herausforderungen und die Verfolgung durch die deutschen Behörden. Für ihre Untersuchung hat sie vor allem NS-Justizakten ausgewertet und verfolgt damit einen innovativen Zugang zum Thema.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Buchvorstellung: Dr. Katarzyna Woniak, Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien an der Universität Halle-Wittenberg
Kommentar: Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation: Roland Borchers, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit 

Einladung

 

Digitale Eröffnung: "Rotspanier"

Spanische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg

 

1939 begann für 140.000 republikanische Flüchtlinge des Spanischen Bürgerkrieges eine siebenjährige Odyssee durch die Konzentrations- und Arbeitslager des faschistischen Europa. Sie wurden Opfer von Internierung, Ausbeutung und Deportation durch das NS-Regime und durch das Vichy-Regime, in Frankreich, in Deutschland, in Nordafrika und auf den Kanalinseln.

Die dreisprachige Ausstellung präsentiert erstmals die Geschichte dieser vergessenen Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges einem europäischen Publikum.

 

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Grußwort: S.E. Ricardo Martínez, Botschafter des Königreichs Spanien

Vortrag und Einführung: Dr. Peter Gaida, Kurator der Ausstellung
 

In den Kellern Berlins

Unterirdische Rüstungsproduktion der Firma Telefunken 1944/45

20. Mai 2021 | 19 Uhr

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges verlegte die Elektrofirma Telefunken Teile ihrer Rüstungsproduktion in den Untergrund - mitten in Berlin.


Die Verlagerung mit dem Tarnnamen „Lore“ sollte Telefunken vor den zunehmenden Luftangriffen auf die Reichshauptstadt schützen. Dafür wurden die Keller der Bockbrauerei in Kreuzberg, der Schultheiss-Brauerei (heute Kulturbrauerei) und der Brauerei Königstadt im Prenzlauer Berg sowie ein U-Bahntunnel am Reichstag umgenutzt.

Thomas Irmer und Bernhard Kohlenbach haben zu dem spektakulären „Lore“-Projekt eine Ausstellung erarbeitet, die derzeit im Dokumentationszentrum zu sehen ist. Bei
der Verlagerung und in der Produktion kamen viele Zwangsarbeiter:innen zum Einsatz.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning; Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Grußwort: Dr. Christoph Rauhut; Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin
Vortrag: Thomas Irmer; Historiker, Politologe, Kurator zahlreicher Ausstellungen, Experte für die Themen NS-Zwangsarbeit und die Geschichte des Unternehmens AEG/Telefunken
Vortrag: Dr. Bernhard Kohlenbach Ehem. Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes Berlin

Zugang via Zoom unter: www.kurzelinks.de/telefunken oder im Livestream auf unserem YouTube-Kanal.

Das Dokumentationszentrum zeigt die Ausstellung „In den Kellern Berlins“ voraussichtlich bis Anfang Juli 2021.

Einladung

Digitale Ausstellungseröffnung: Zwangsarbeit bei Siemens in Berlin

Ein studentisches Ausstellungsprojekt

22. April 2021 | 19 Uhr | Online

Während der NS-Zeit beschäftigte Siemens rund 100.000 Zwangsarbeiter:innen. Der Konzern hat dieses Thema noch nicht umfassend aufgearbeitet.

Berliner Jüdinnen und Juden, zivile Zwangsarbeiter:innen aus Ost- wie Westeuropa, vor allem aus der Sowjetunion und Polen, KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene sowie Strafgefangene mussten für Siemens arbeiten. Studierende des Touro College Berlin haben dazu unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt und Dr. Christine Glauning eine digitale Ausstellung erarbeitet.


Die Präsentation geht von einem biographischen Ansatz aus. Vorgestellt werden die Lebensgeschichten von verschiedenen Zwangsarbeiter:innen, aber auch von Personen,
die für die Zwangsarbeitseinsatz verantwortlich waren sowie von Wach- und Aufsichtspersonal.


Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Begrüßung: Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin
Vortrag: Ulrich Fritz (München), Mitarbeiter des Bayerischen Antisemitismusbeauftragten
Über die Ausstellung: Ellen Fischer, Alischia Kusche, Eyal Roth, Johanna Schubert Studierende am Touro College Berlin

Link zur Zoom-Veranstaltung: www.kurzelinks.de/zwangsarbeit-siemens

Die Ausstellung „Der Mensch als Ware. Zwangsarbeit bei Siemens in Berlin“ geht am 22. April 2021 online: siemens.ns-zwangsarbeit.de

Einladung

Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager | Ein Rückblick

Digitale Finissage

Donnerstag, 15. April 2021 | 19 Uhr | online

Wir laden Sie herzlich ein, mit den Kurator:innen auf die Entstehung, Herausforderungen und Highlights der Ausstellung zurückzublicken und zu diskutieren.

Kämme, Löffel, Essnäpfe, Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben in den nationalsozialistischen Zwangslagern. Über 300 Objekte geben in der Ausstellung einen Einblick in das komplexe System der Zwangslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie die Arbeit der zeithistorischen
Archäologie.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Grußwort: Gerry Woop, Staatssekretär für Europa des Landes Berlin
Über die Ausstellung: Dr. Juliane Haubold-Stolle, Dr. Thomas Kersting, Lena Sommerfeld
Kurator:innen der Ausstellung

 

Die Toten von Meschede

Die Ermordung von 208 Zwangsarbeiter:innen und die archäologische Untersuchung der Tatorte

18. März 2021 | 19 Uhr | online

Zwischen dem 21. und 23. März 1945 – kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs – verübten Angehörige der „Division zur Vergeltung“ zwischen Warstein und Meschede im Sauerland eines der größten Kriegsendphaseverbrechen in Deutschland außerhalb von Konzentrationslagern und Gefängnissen.

Hans Kammler, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, ließ an drei Stellen im Arnsberger Wald 208 polnische und russische Zwangsarbeiter ermorden – darunter Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche. Die Opfer ruhen heute in anonymen Gräbern auf dem Friedhof in Meschede.

Obgleich das Verbrechen seit 1945 bekannt ist, beschäftigt sich die historische Forschung erst seit wenigen Jahren eingehend mit dem Massaker. Die LWL-Archäologie für Westfalen hat in Zusammenarbeit mit dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster die drei Erschießungsorte untersucht.

 

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Vortrag: Dr. Marcus Weidner (Münster), Wissenschaftlicher Referent des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte

Vortrag: Dr. Manuel Zeiler (Olpe), Wissenschaftlicher Referent der LWL-Archäologie für Westfalen

Moderation: Dr. Juliane Haubold-Stolle (Berlin), Kuratorin der Ausstellung "Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager" und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Berliner Mauer

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“ (bis 18. April 2021)

Zugang via Zoom: https://kurzelinks.de/Meschede

Einladung

Zwangsarbeit von Spaniern in NS-Deutschland und Franco-Spanien

Online Podiumsgespräch

4. März 2021 | 19 Uhr

In den nationalsozialistischen Zwangslagern wurden während des Zweiten Weltkriegs hunderttausend spanische Gefangene interniert, die vor dem Spanischen Bürgerkrieg geflohen waren. Der Anerkennung dieser Gruppe als Opfer des Nationalsozialismus ging ein langwieriger Prozess voraus, der jedoch letztlich erfolgreich abgeschlossen wurde.

Dr. Antonio Muñoz Sánchez, Wissenschaftler am Institut für Sozialwissenschaften der Universität von Lissabon, hat sich intensiv mit diesem Prozess beschäftigt. Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und leitet das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Sie sprechen mit dem Historiker Nicolás Sánchez Albornoz, erster Leiter des Instituto Cervantes (1991-1996). Ihm gelang als Junge die Flucht aus franquistischer Zwangsarbeit, die er beim Bau der Basilika Valle de los Caídos leisten musste.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes Berlinund der Botschaft Spaniens in Deutschland.

Einladung

2020

Was erzählen archäologische Funde? Zu den Aussagemöglichkeiten von Objekten

Online Veranstaltung

5. November 2020 | 19 Uhr

Prof. Dr. Claudia Theune gibt in ihrem Vortrag einen Überblick über archäologische Funde aus nationalsozialistischen Zwangslagern. Insbesondere rückt sie hierbei die Aussagemöglichkeiten der Objekte in den Fokus.

Welche Handlungsspielräume hatten die Personen in den Lagern?
Wie kann Selbstbehauptung anhand von archäologischen Funden nachvollzogen werden?

Den Vortrag finden Sie bereits im Vorfeld auf dieser Seite. Am 05. November laden wir Sie zum Gespräch via Zoom ein.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Vortrag und Gespräch: Prof. Dr. Claudia Theune ist Professorin an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Epochen der Historischen Archäologie, insbesondere Zeitgeschichtliche Archäologie in ehemaligen Zwangslagern und (Über-)Lebensbedingungen der Häftlinge.

Moderation: Dr. Thomas Kersting ist Leiter der Archäologischen Denkmalpflege und Fachreferent für Archäologie der Slawenzeit und der Zeitgeschichte beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum.

 

Die Stimme polnischer Veteranen zur Befreiung Berlins 1945

 

Montag, 31. August 2020, 18 Uhr | Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

 

An der Befreiung Berlins 1945 waren zahlreiche polnische Soldaten beteiligt, die an der Seite der Roten Armee kämpften. Indem sie die deutsche Wehrmacht besiegten, beendeten sie nicht nur das NS-Regime, sondern befreiten auch die zahlreichen Zwangsarbeitslager in der Reichshauptstadt.
 

Eugeniusz Skrzypek (Warschau): Geb. 1923, seit 1943 Soldat der Polnischen Armee, die in der Sowjetunion formiert wurde, Teilnehmer der Schlacht um Berlin 1945, später Sportjournalist

 

Józef Koleśnicki (Warschau): Geb. 1922, Soldat der Polnischen Armee, die in der Sowjetunion formiert wurde, Teilnehmer der Schlacht um Berlin 1945

 

Elżbieta Sadzyńska (Warschau): Geb. 1939, Witwe von Józef Czerwiński, Teilnehmer der Schlacht um Berlin 1945. Ihr Vater leistete in deutscher Kriegsgefangenschaft Zwangsarbeit in einem Steinbruch

 

Moderation: Kamil Majchrzak (Berlin), Mitglied im Vorstand des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

 

In polnischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche.

Stephan Lehnstaedt, Annika Wienert: Das Vernichtungslager Bełżec

Die Ermordung der galizischen Juden

23. Januar 2020 | 19 Uhr

Die Veranstaltung befasst sich mit dem Vernichtungslager Bełżec, wo 1942 während der so genannten Aktion Reinhardt die Mehrheit der galizischen Juden ermordet wurde.

Aktion Reinhardt - von Lehnstaedt als „Kern des Holocaust“ bezeichnet - war der Deckname der Nationalsozialisten für die Ermordung der jüdischen Bevölkerung im besetzten Polen. Zwischen Juli 1942 und November 1943 töteten die Deutschen fast zwei Millionen Menschen.

Für die Durchführung des Massenmordes errichtete die SS drei Vernichtungslager, die einzig der Tötung von Menschen dienten: Bełżec, Sobibor und Treblinka. Schon beim Bau kamen Zwangsarbeiter zum Einsatz. In Bełżec wurden über 400.000 Menschen ermordet, die vorwiegend aus Galizien stammten. Häftlinge mussten bei der Ermordung Hilfsarbeiten ausführen - eine besonders perfide Form der Zwangsarbeit.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Vortrag: Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien, Touro College Berlin

Vortrag: Dr. Annika Wienert (Warschau), Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Warschau

Moderation: PD Dr. Susanne Heim, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung „Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben. Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien“ (bis 2. Februar 2020).

Einladung

2019

Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien

Die Vernichtung einer multikulturellen Gesellschaft

21. November 2019 | 19 Uhr

Die Veranstaltung widmet sich in zwei Vorträgen der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Galiziens: vor dem Krieg und während des Holocaust.

In ihrer Einführung beleuchtet Gertrud Pickhan die jüdische Gemeinschaft Galiziens vor der deutschen Besatzungszeit. Die Region war bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs stark multiethnisch geprägt, wobei die Juden eine sehr heterogene Gruppe bildeten.

Dieter Pohl befasst sich in seinem Vortrag mit der deutschen Besatzung Galiziens 1941 bis 1944. Im ersten Schritt wurde den Juden jegliche Lebensgrundlage entzogen. Später deportierten die Deutschen sie in die Vernichtungslager oder erschossen sie in der Nähe ihres Wohnortes. Zwangsarbeit war dabei sowohl ein Instrument der Tötung als auch der (vorübergehenden) Rettung.

Einführung: Prof. Dr. Gertrud Pickhan, Professorin für Geschichte am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin

Vortrag: Prof. Dr. Dieter Pohl (Klagenfurt), Professor für Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtigung Ost- und Südosteuropas an der Universität Klagenfurt

Moderation: Dr. Katrin Steffen (Lüneburg), Wissenschaftliche Mitarbeiterin und DFG-Projektleiterin am Nordost-Institut

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung „Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben. Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien“ (bis 2. Februar 2020).

Einladung

Fachtagung: "Verbotener Umgang"

Zur Bedeutungsgeschichte eines NS-Straftatsbestandes

15. -16. November | Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Während des Zweiten Weltkriegs waren aus kriegswirtschaftlichen Gründen etwa zehn Millionen so genannter fremdvölkischer Arbeitskräfte – Kriegsgefangene und Zivilarbeiter/ innen – im Reichsgebiet eingesetzt. Dies stellte für den nationalsozialistischen Staat eine rassen- und sicherheitspolitische Herausforderung dar. Der nationalsozialistischen Programmatik lag das Ziel einer „homogenen Volksgemeinschaft“ zugrunde, und die antisemitische Rassenpolitik der Definition, Kennzeichnung, Ausgrenzung und letztlich Ermordung des jüdischen Teils der deutschen Bevölkerung zielte auf ein „judenfreies Reich“. Mit der Inhaftierung und Deportation einer großen Zahl als „fremdvölkisch“ definierter, mit Kriegsverlauf nahezu rechtlos gestellter Kriegsgefangener und ziviler Zwangsarbeiter/innen stellte sich das Problem der Homo- genität jedoch erneut. Deshalb waren dem sozialen Umgang zwischen Deutschen und den ausländischen Arbeitskräften starke Reglementierungen gesetzt worden; insbesondere sexuelle Kontakte wurden bestraft. Gleichzeitig aber war der Einsatz ausländischer Arbeitskräfte Teil der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik unter Kriegsbedingungen.

Die Kriminalisierung des sozialen Umgangs von Deutschen und „Fremdvölkischen“, der „verbotene Umgang“, ist also Ausdruck einer rassistischen wie geschlechterspezifischen Ungleichheitsideologie und damit für die Forschung über Definitionen von Zugehörigkeit, gesellschaftliche und politische Ausschlussmechanismen sowie Integrationsprozesse in einer längeren historischen Perspektive von Bedeutung.

In den verschiedenen Vorträgen werden die historischen Entwicklungen nicht erst ab Kriegsbeginn dargestellt, sondern mit ihrer Vor- und Nachgeschichte kontextualisiert.

Programm

In Deutschland Feinde, in der Sowjetunion Verräter

Erinnerungen der "Ostarbeiter" 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg

23. Oktober | 19 Uhr | Heinrich-Böll-Stiftung

Anlässlich der Herausgabe des Dokumentationsbandes „Für immer gezeichnet. Die Geschichte der Ostarbeiter“ beleuchten russische und deutsche Historiker/innen den Verlauf der Auseinandersetzung mit dem Thema in beiden Ländern.

Mehr als zwei Millionen Menschen wurden nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Sie mussten in der Rüstungsindustrie, der Landwirtschaft und in anderen Bereichen arbeiten.

Die Rückkehr in die Sowjetunion nach Ende des Krieges brachte für viele nicht die  Befreiung: Als „Verräter“ und „Kollaborateure“ wurden sie Befragungen ausgesetzt; viele wurden erneut zu Lagerhaft und Zwangsarbeit verurteilt.

Erst in der Perestrojka-Zeit wagten die Ersten mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch in Deutschland kam es erst in den 90er Jahren zur öffentlichen  Auseindersetzung mit der Geschichte der „Ostarbeiter“.

Podium:
Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Irina Scherbakowa, Memorial Moskau
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Moderation:
Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung

Eine Kooperationsveranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung, Memorial Moskau und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit.

Um Anmeldung wird gebeten: Das Anmeldeformular finden Sie hier.

Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung | Schumannstr. 8 | 10117 Berlin

 

Arbeitstreffen: Zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Vom Arbeitseinsatz in die Konzentrationslager

18. - 19. Oktober

Das 31. Arbeitstreffen der Gedenkstätte Ravensbrück nimmt in diesem Jahr gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit die Gruppe der zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Konzentrationslagern in den Blick, die mit Kriegsverlauf eine signifikante Gruppe in den Lagern bildeten. Oftmals mit dem Vorwurf bedacht, sie seien nicht aus politischen Gründen inhaftiert und würden damit den roten Winkel der politischen Häftlinge zu Unrecht tragen, sind sie bis heute weder in der Forschung noch in der öffentlichen Erinnerung präsent. Wenn Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wegen Verstößen gegen die vielfältigen Regeln und Gesetze, die ihren Aufenthalt im Deutschen Reich prägten, in ein Arbeitserziehungslager oder ein Konzentrationslager eingewiesen wurden, geschah dies vor allem aus Gründen der Disziplinierung. Sie sollten zunächst – anders als die meisten Inhaftierten – nach einer gewissen Zeit wieder in den Zwangsarbeitseinsatz integriert werden. Nach Kriegsende verstummten sie oftmals – oder sie teilten die Erinnerungen an die KZ-Haft, die sie anschlussfähig an die politisch geprägten Erzählungen der Nachkriegszeit machten.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten jedoch um Anmeldung unter schoeneweide(at)topographie.de.

Programm

Der Chronist

Berlinpremiere

14. Oktober | 19 Uhr | Landesvertretung Baden-Württemberg

„Der Chronist“ ist der Lokalhistoriker Wilhelm Waibel. In den 1960er Jahren stieß er bei seinem damaligen Arbeitgeber auf 1.500 Personalakten von NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangs arbeitern. In einer Zeit, als in Westdeutschland über die NS-Zeit noch geschwiegen wurde, begann Waibel, die Zwangsarbeit auf zuarbeiten. Ende der 1980er Jahre gelang es ihm, zu einigen der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Kontakt aufzunehmen.

Der Dokumentarfilm stellt dar, auf welche Widerstände Waibel in Deutschland stieß. Zugleich fragt er nach der Verantwortung der deutschen Wirtschaft und lässt einige der letzten noch lebenden Zeitzeugen aus dem östlichen Europa zu Wort kommen.

Begrüßung:
Andreas Schulze, Dienststellenleiter der Landesvertretung Baden-Württemberg
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Gespräch im Anschluss an die Filmvorführung:
Wilhelm Waibel, Protagonist Marcus Welsch, Regisseur

Moderation:
Dr. Kay Hoffmann, Haus des Dokumentarfilms

Eine gemeinsame Veranstaltung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit und der Landesvertretung Baden-Württemberg.

Anmeldung erforderlich: veranstaltung-sw(at)topographie.de oder 030 / 63 90 288-0

Veranstaltungsort: Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund | Tiergartenstr. 15 | 10785 Berlin

Einladung

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit wird Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH)

Festakt

14. Oktober | 16 Uhr

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und ERIH laden gemeinsam zur Aufnahme des Standorts in das internationale ERIH-Netzwerk ein. Neben dem  Deutschen Technikmuseum ist das Dokumentationszentrum der zweite ERIH-Ankerpunkt in Berlin.
Die derzeit 107 Ankerpunkte bilden das Rückgrat der über 1.800 ERIH-Standorte in Europa: Ihre herausragende historische und touristische Bedeutung macht sie zu Meilensteinen der europäischen Industriekultur.

Begrüßung
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, Präsident der Europäischen Route der Industriekultur

Grußworte
Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin
Gernot Klemm, stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend Treptow-Köpenick

Interkulturelle Woche

kostenfreie Führungen          free guided tour           (مجانی) راهنمایی

bezpłatne oprowadzania                  (مجاني) جولات

бесплатная экскурсия         visites guidées (gratuites)


Sonntag, 22.9.
الأحد يوم
15:00-17:00
Deutsch mit Übersetzung in Arabisch / العربية

Dienstag, 24.9.
سه شنبه

16:00-18:00
Deutsch mit Übersetzung in Farsi / فارسی

Mittwoch, 25.9.
Środa

16:00-18:00
Polnisch / w języku polskim

Donnerstag, 26.9.
Jeudi

16:00-18:00
Französisch / en français

Freitag, 27.9.
Пятница

16:00-18:00
Russisch / по-русски

Samstag, 28.9.
Saturday
شنبه

15:00-17:00
Deutsch mit Übersetzung in Farsi / فارسی
15:00-17:00
Englisch / English

Sonntag, 29.9.
الأحد يوم

15:00-17:00
Deutsch mit Übersetzung in Arabisch/ العربية

 

Bogdan Bartnikowski

Zeitzeugengespräch

12. September | 19 Uhr

Bogdan Bartnikowski war polnischer Häftling im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und musste später in Berlin Zwangsarbeit leisten.

Die deutsche Besatzung Warschaus erlebte der Zeitzeuge als Kind und Jugendlicher. Als am 1. August 1944 der Warschauer Aufstand ausbrach, war er 12 Jahre alt und unterstützte die Aufständischen als Meldegänger. Mitte August wurde er mit seiner Mutter in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

Bei der Evakuierung des Lagers im Januar 1945 brachten die Deutschen Bartnikowski nach Berlin. Er war Häftling eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen in Blankenburg und arbeitete bei der Trümmerbeseitigung im zerstörten Berlin. Am 22. April 1945 wurde er von der Roten Armee befreit.

Redner: Bogdan Bartniskowski, Zeitzeuge; Manuel Sarrazin, MdB; Jakub Deka

Einladung

Tag des offenen Denkmals

7. und 8. September

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit nimmt sich dem  diesjährigen Motto „Modern(e)  – Umbrüche in Kunst und Architektur“ an, indem  es am historischen Ort eines fast vollständig erhaltenen Lagers für NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter an die mit modernen Rationalisierungsformen und gewaltvollen Mitteln durchgesetzte Rüstungspolitik erinnert.

Mit einem Stadtspaziergang durch den angrenzenden Bezirk Niederschöneweide sowie einer Fahrradtour durch den Industriebezirk Schöneweide zu Orten der Zwangsarbeit soll auf die enorme Präsenz der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa aufmerksam gemacht werden.

Im Dokumentationszentrum werden Führungen zur Geschichte der Zwangsarbeit und zur Baugeschichte des Lagers angeboten, sowie ein Workshop unter dem Titel: „SCHATTEN GE-SCHICHTE_N. Der Zweite Weltkrieg im Familiengedächtnis“.

Samstag 7. September 2019

11 Uhr - Führung durch die Ausstellung Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1943-1945“ mit Gang zur Baracke 13

14 Uhr – Radtourdurch den  Industriebezirk Schöneweide zu Orten der Zwangsarbeit

16 Uhr – Führung durch die Dauerausstellung „Alltag-Zwangsarbeit 1938-1945“


Sonntag 8. September 2019

11 Uhr - Stadtrundgangdurch Niederschöneweide zu Orten der Zwangsarbeit

14 Uhr – Führung durch die Dauerausstellung „Alltag-Zwangsarbeit 1938-1945“

SCHATTEN GE-SCHICHTE_N

Der Zweite Weltkrieg im Familiengedächtnis

Künstlerischer Storytelling-Workshop mit den Künstlerinnen Adi Liraz und Jolanda Todt

Die Künstlerinnen möchten die Teilnehmenden dazu einladen sich auf Spurensuche zu begeben. Gemeinsam werden sie sich spielerisch mithilfe verschiedener Methoden den eigenen Geschichten nähern und diese erforschen, erzählen und befragen. Sie möchten die Teilnehmenden ermutigen ihren eigenen Ausdruck finden.

Bitte bringen Sie zu dem Workshop mindestens einen Gegenstand oder Fotografien mit, die für Sie als „Erinnerungsträger" Ihrer Familiengeschichte dienen. Diese sollte mit der NS-Zeit verbunden, doch nicht unbedingt in der Zeit hergestellt sein.

Aus Platzgründen bitten wir herzlich um Anmeldungen für den Workshop unter veranstaltung-sw(at)topographie.de oder 030-63902880

Kofferarchive – How to piece things back together

Interdisziplinärer Storytelling-Workshop

1. September | 15-19 Uhr | ausgebucht

mit Jolanda Todt und dem Schriftsteller Rafael Cardoso („Das Vermächtnis der Seidenraupen“, S. Fischer Verlage)

Jolanda Todt und Rafael Cardoso werden die Arbeiten zu ihren Familiengeschichten vorstellen und sich mit den Teilnehmenden auf die Suche nach den schwarzen Löchern in den persönlichen Familienbiographien machen. Sie ermutigen dazu, sich diesen blinden Flecken zu nähern und so einen Impuls zu eigenen Forschungen und künstlerischen Arbeiten zu geben.
Die Teilnehmenden sollen hierzu Ungereimtheiten und Fragezeichen zur Geschichte der Familien in der NS-Zeit in Form von Dokumenten oder Fotografien mitbringen.

Rafael Cardoso fand auf dem Dachboden seiner Großeltern in São Paulo/Brasilien zufällig einen Koffer mit Briefen und Dokumenten seines Urgroßvaters: Hugo Simon war Bankier, enger Berater von Samuel Fischer, Besitzer von Munchs »Der Schrei«; Freund Albert Einsteins und Alfred Döblins, der ihn in einem Roman verewigte. Cardoso selbst veröffentlicht die ihm bis dahin unbekannte Geschichte in seinem Buch „Das Vermächtnis der Seidenraupen“ bei den S. Fischer Verlagen.

Jolanda Todt erforschte die Geschichte ihres Urgroßvaters: Alfred Todt, ab 1934 Reichshauptstellenleiter der NSDAP, Leiter der Abteilung M der NSDAP, SS-Mitglied. Nach der Besetzung Polens war er ab Februar 1940 Landrat und NSDAP-Kreisleiter im Landkreis Łask. Als Mitglied der SS wurde er 1942 zum Kriegsdienst in die Waffen-SS eingezogen. Aus gesundheitlichen Gründen als ungeeignet eingestuft und als Fürsorgereferent eingesetzt. Er blieb bis 1945 Landrat in Łask.

Der Workshop ist ausgebucht. Schauen Sie gern noch auf den 8. September, dort gibt es noch Plätze.

Ausstellungseröffnung: Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben

Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien

29. August 2019 | 19 Uhr

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Im Distrikt Galizien, der zuerst sowjetisch und ab 1941 deutsch besetzt war, lebten über 500.000 Jüdinnen und Juden. Fast alle wurden von den Deutschen ermordet.

Die Ausstellung zeigt die deutsche Besatzungspolitik gegenüber der jüdischen Bevölkerung in Galizien: einzelne Pogrome, die Bildung von Ghettos, Verschleppung in das Vernichtungslager Bełżec sowie Zwangsarbeit in Lagern. Dort beuteten die Deutschen die jüdischen Arbeitskräfte aus, Tausende kamen bei der Arbeit ums Leben – zugleich konnte ein Arbeitsplatz zeitweise vor der Deportation in den Tod schützen.

Die Darstellung folgt dem Schicksal des Holocaust-Überlebenden Józef Lipman und den Rettungsversuchen einzelner Helfer, insbesondere von Berthold und Else Beitz sowie von Donata und Eberhard Helmrich. Sie konnten einige Menschen vor dem Tod bewahren.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Grußwort: Dr. Dagmar Pruin
Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Rückblick: Die Rettungsinitiativen meiner Eltern
Cornelia Schmalz-Jacobsen
Zeitzeugin

Einführung: Klaus Hasbron-Blume
Kurator der Ausstellung

Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Einladung

 

Vernissage: GE-SCHICHTE_N

Eine partizipative Installation von Jolanda Todt

21. August | 19 Uhr

Die Installation GE-SCHICHTE_N der Künstlerin Jolanda Todt lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich mit der deutschen Besatzung in Polen 1939–1945 zu befassen – Geschichte buchstäblich anzufassen. Das Kunstwerk besteht aus 60 Betontafeln, auf die verschiedene Materialien aufgetragen sind: moderne Fotografien, historische Dokumente und Auszüge aus einem Zeitzeugeninterview. Jede Betonplatte eröffnet einen anderen Zugang zur Geschichte.

Begrüßung:
Dr. Christine Glauning, Jolanda Todt

Kommentar:
Sapir Huberman

Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Aus Platzgründen bitten wir herzlich um Anmeldungen unter veranstaltung-sw(at)topographie.de oder 030-63902880

Einladung

Erhalt und Abriss

Debatten um historische Orte der NS-Zwangsarbeit in Berlin

2. Juli 2019 | 19 Uhr | Topographie des Terrors

Zwangsarbeit war während des Zweiten Weltkriegs ein Massenphänomen in Berlin. Fast jedes Unternehmen, aber auch Behörden, Kirchen und Privatpersonen griffen auf Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zurück. In jüngster Zeit sind mehrere Berliner Orte, die mit Zwangsarbeit in Verbindung stehen, in den Fokus öffentlicher Debatten gerückt: die frühere Bockbrauerei in Kreuzberg, die ehemalige Zentraldienststelle für Juden beim Berliner Arbeitsamt in der Fontanepromenade, das Gelände des Stalag III D in Lichterfelde-Süd und erhaltene Baracken in der Kaulsdorfer Straße.

In ihrem Kurzvortrag gibt Christine Glauning einen Überblick über die zahlreichen Orte der Zwangsarbeit in Berlin. Christoph Rauhut beleuchtet die aktuellen Debatten unter dem Aspekt des Denkmalschutzes. Jürgen Karwelat vertritt die Perspektive einer der Berliner zivilgesellschaftlichen Initiativen, die seit 2017 am „Runden Tisch NS-Zwangsarbeit“ teilnehmen. In der Podiumsdiskussion geht es vor allem um die Frage, inwieweit ehemalige Orte der Zwangsarbeit erhalten und/oder genutzt werden können und welchen Stellenwert das Thema Zwangsarbeit in der Erinnerungskultur einnimmt.

Andreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. 2017 wurde unter seinem Vorsitz der „Runde Tisch NS-Zwangsarbeit“ einberufen.
Christine Glauning ist Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors und Leiterin des „Runden Tisches NS-Zwangsarbeit“. Jürgen Karwelat ist Vorstandsmitglied im Verein Berliner Geschichtswerkstatt und Teilnehmer am „Runden Tisch NS-Zwangsarbeit“.
Christoph Rauhut ist Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamts Berlin. Klaus Hillenbrand ist Journalist und leitender Redakteur bei der „taz“.

Die Veranstaltung findet in der Topographie des Terrors, Niederkirchnerstr. 8 in Berlin-Kreuzberg statt.

Einladung

Renata Pavelková und Jiřina Přibylová

Zeitzeuginnengespräch

20. Juni 2019 | 19 Uhr

Deutsche Besatzung und NS-Judenverfolgung in Tschechien

Im März 1939, noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, besetzte die deutsche Wehrmacht die Stadt Prag. Die Zeitzeuginnen erlebten die Besatzungszeit als Kinder.

Renata Pavelková (geb. 1938) wurde von den Nationalsozialisten verfolgt, weil ihr Vater jüdischer Herkunft war. Er verlor seine Arbeitsstelle, die Tochter durfte nicht zur Schule gehen. Im Februar 1945 wurden beide in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Vater infizierte sich dort mit Typhus und starb wenige Tage nach der Befreiung.

Jiřina Přibylová (geb. 1938) stammt aus einer christlich-tschechischen Familie. Während der Besatzung erlebte sie Unterdrückung und beobachtete die Verfolgung jüdischer Nachbarn. Beim Rückzug der Wehrmacht 1945 versteckte sich die Familie auf dem Land. Anfang der 1950er Jahre waren mehrere Verwandte Opfer der stalinistischen Verfolgung.

Einladung

Natascha Wodin "Irgendwo in diesem Dunkel"

Lesung

6. Juni 2019 | 19 Uhr

"Die Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt – misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, voller Sehnsucht, endlich ein Teil von ihnen zu sein –, wird aus dem Rückblick erzählt, ausgehend vom Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen. Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten, erzählt in der klaren, um Sachlichkeit bemühten und doch von Emotion und Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins, die ihresgleichen sucht." (Quelle: Verlag)

Lesung:  Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Die Ehe" und "Nachtgeschwister".

Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich unter veranstaltung-sw(at)topographie.de anzumelden

Einladung

Brunello Mantelli: Italienische Arbeiter in NS-Deutschland

Buchvorstellung

22. Mai 2019 | 19 Uhr

Der Sammelband befasst sich mit dem Arbeitseinsatz von Italienern für das Deutsche Reich in den Jahren 1943 bis 1945. Aus „freiwilliger Arbeit“ wurde Zwang.

Hunderttausende italienische Frauen und Männer arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges für das Deutsche Reich – zunächst als angeworbene Arbeitskräfte, die durch bilaterale Abkommen nach Deutschland kamen, später als Zwangsarbeiter. Erst nach dem Krieg konnten sie nach Hause zurückkehren.

Das Schicksal dieser Opfergruppe ist wenig bekannt und wurde jetzt im Rahmen eines umfassenden italienischen Forschungsprojektes untersucht. Mehrere Historiker erforschten dabei die „Erpressung“ italienischer Arbeitskräfte in verschiedenen Regionen Italiens und veröffentlichten ihre Ergebnisse in einem zweibändigen Werk.

Einladung

Internationaler Museumstag

19. Mai 2019

10-18 Uhr         Öffnung der "Baracke 13" ohne Führung
11 UhrFührung "Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1943-1945"
13 UhrKuratorenführung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik"
15 UhrFührung "Alltag Zwangsarbeit 1938-1945"

 

Alle Angebote natürlich kostenfrei und ohne Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik

Ausstellungseröffnung

15. Mai 2019 | 19 Uhr

Die Ausstellung zeigt 18 Orte der NS-Zwangsarbeit auf tschechi schem Boden, darunter das Ghetto Theresienstadt, das KZ-Außen lager Leitmeritz und einen Rüstungsbetrieb in Prag. Zwangs arbeit wird in ihrer gesamten Breite dargestellt: als Teil des Holocaust, des KZ-Systems, der Ermordung von Sinti und Roma sowie der Ausbeutung von Zivilisten und Kriegsgefangenen.

Begrüßung:
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Grußworte:
Tomáš Jan Podivínský, Botschafter der Tschechischen Republik
Tereza Štěpková, Direktorin des Instituts Theresienstädter Initiative
Dr. Tomáš Jelínek, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds
Margot Friedlander, Überlebende des Ghettos Theresienstadt

Einführung:
Dr. Alfons Adam, Kurator der Ausstellung

Gern mit Anmeldung unter veranstaltung-sw(at)topographie.de

Einladung

 

François Cavanna

Eine Lesung mit Klaus Hoffmann

11. April 2019 | 19 Uhr

François Cavanna war NS-Zwangsarbeiter in Berlin und später Herausgeber der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“. Aus seinem Buch „Das Lied der Baba“ liest Klaus Hoffmann.

Als 20-Jähriger wurde François Cavanna 1943 nach Berlin verschleppt und musste in Treptow in einem Rüstungsbetrieb Zwangsarbeit leisten. Dort verliebte er sich in die russische Zwangsarbeiterin Maria. Gegen Ende des Krieges verloren sich die beiden aus den Augen. Sein ganzes Leben lang versuchte Cavanna vergeblich, sie wiederzufinden.

Nach dem Krieg war Cavanna als Zeichner tätig und wurde 1970 Herausgeber von „Charlie Hebdo“. 1979 veröffentlichte er das Buch „Les Russkoffs“ über seine Zeit in Berlin, das 1981 auf Deutsch erschien. Er verstarb 2014, ein Jahr vor dem verheerenden Terroranschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ .

Die Veranstaltung findet im Institut français Berlin, Kurfürstendamm 211 statt. Anmeldung unter anmeldung.berlin(at)institutfrancais.de. Der Eintritt ist frei.

Einladung

 

Camille Fauroux: Französische Zwangsarbeiterinnen

Zivilarbeiterinnen aus Frankreich in der Berliner Rüstungsproduktion

28. März 2019 | 19 Uhr

Die Veranstaltung beleuchtet die unbekannte Geschichte französischer Frauen, die als zivile Zwangsarbeiterinnen in der NS-Rüstungsproduktion eingesetzt waren. Camille Fauroux betrachtet die Rekrutierung der Frauen zur Arbeit, ihren Alltag in Deutschland und die ihnen auferlegten Einschränkungen. Im Zentrum des Vortrages stehen Fragen der Beziehungs- und Geschlechtergeschichte: vor allem geht es um das Verhältnis der Frauen, die größtenteils ledig waren, zu französischen Kriegsgefangenen. Liebesbeziehungen unter Franzosen waren nicht verboten, jedoch mit zahlreichen Restriktionen belegt. Nach dem Krieg galten diese Frauen als „freiwillige“ Arbeitskräfte, denen es nicht gelang, ihrem Schicksal Gehör zu verschaffen. Sie haben im kollektiven Gedächtnis keinen Platz.

Einladung

Wolfgang Schroeter: Der Mythos Albert Speer

Buchvorstellung

14. März 2019 | 19 Uhr

Der Architekt Albert Speer galt lange als der „gute Nazi“. Wolfgang Schroeter hat untersucht, wie dieser Mythos entstand und warum er sich so lange halten konnte.

Albert Speer (1905–1981) war Hitlers Lieblingsarchitekt. 1937 stieg er zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt auf, 1942 zum Rüstungsminister. Damit war er einer der Hauptverantwortlichen für den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Rüstungsindustrie. Im Nürnberger Prozess wurde er als Kriegsverbrecher zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Nach dem Krieg gelang es Speer, sich von Hitler und dem NS-Regime zu distanzieren. Er täuschte vor, von den NS-Verbrechen nichts gewusst zu haben. Wolfgang Schroeter zeigt auf, wie diese offensichtliche Lüge eine große Wirkmächtigkeit in der jungen Bundesrepublik erreichte und bis heute nachwirkt – jedoch von Generation zu Generation unterschiedlich. Es geht um den „Aufstieg und Fall eines Mythos“.

Einladung

Jürgen Strasser: Die Karikaturen von Philibert Charrin

Skizzen eines französischen Zwangsarbeiters

21. Februar 2019 | 19 Uhr

Die Veranstaltung widmet sich den Zeichnungen des französischen Künstlers Philibert Charrin, die derzeit im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit zu sehen sind.

Philibert Charrin (1920-2007) war von April 1943 bis 1945 Zwangsarbeiter in der Nähe von Graz in Österreich. In der Zeit fertigte er dutzende Zeichnungen an, die sich satirisch mit der Arbeit, den Lebensbedingungen und den Zeitgenossen auseinandersetzen. Jürgen Strasser kannte Charrin persönlich und hat die Zeichnungen 2008 in der deutschsprachigen Edition „Stift Trifft Oft“ veröffentlicht. Prof. Dr. Ursula E. Koch wird in ihrem Beitrag die Zeichnungen Charrins in der französischen Medienlandschaft einordnen und in einem Ausblick Schlaglichter auf die heutige Pressekarikatur werfen.

Einladung

Paul Schieder: Französische Zwangsarbeiter in Österreich

Etwa 70.000 Franzosen kamen als Zwangsarbeiter in die „Ostmark“, um meist in Industrie und Handwerk für die deutsche Kriegswirtschaft zu arbeiten. In seinem Vortrag stellt Paul Schieder seine im Böhlau Verlag erschienene Monographie „Französische Zwangsarbeiter im »Reichseinsatz« auf dem Gebiet der Republik Österreich“ vor. Die Untersuchung behandelt vor allem die Arbeits- und Lebensbedingungen der Franzosen. Die Betrachtung von individuellen Schicksalen erfolgt auf der Grundlage der Erinnerungsliteratur und von acht narrativ-biografischen Interviews. Prof. Dr. Mechthild Gilzmer wird in ihrem Beitrag die Zwangsarbeit von Französinnen und Franzosen kontextualisieren. Den Schwerpunkt ihrer Ausführungen bildet die französische Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg.


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Andreas Assael: Karya

Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland

Andreas Assael, Sohn überlebender Juden aus Saloniki, erwarb vor vielen Jahren auf einem Münchner Flohmarkt eine Sammlung von Fotos. Ein Ingenieur der nationalsozialistischen »Organisation Todt« hatte sie im besetzten Griechenland aufgenommen. Darunter befinden sich 80 Aufnahmen, die nach Recherchen Assaels die Zwangsarbeit von Juden aus Saloniki in der Nähe des Ortes Karya im Jahr 1943 zeigen. Im März 1943 begann der deutsche SS-Apparat mit den Deportationen von 48.000 Menschen der jüdischen Gemeinde Saloniki in Vernichtungslager im besetzten Polen. 3.000 unverheiratete jüdische Männer wurden zur Zwangsarbeit innerhalb Griechenlands verschleppt. 300 mussten für eine Eisenbahnstrecke in Karya einen Felshang abtragen, um Platz für ein Ausweichgleis zu schaffen. Wer diesen Einsatz überlebte, wurde erschossen. Andreas Assael gelang es mit Hilfe von Zeitzeugen, dieses unbekannte Kapitel griechischer, deutscher und jüdischer Geschichte zu erforschen.

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2018

Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd

Geländeführungen

Die Architektin und Bauhistorikerin Barbara Schulz führt durch das Gelände des ehemaligen NS-Kriegsgefangenenlagers in Lichterfelde-Süd. Auf einer ausgedehnten Fläche zwischen der Osdorfer Straße und der Trasse der Anhalter Bahn in Richtung Wittenberg befand sich während des Zweiten Weltkrieges das Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd.

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Margot Friedlander

NS-Judenverfolgung und Zwangsarbeit in Berlin und Theresienstadt

Margot Friedlander wurde vom NS-Regime als Jüdin verfolgt. Bei den Deutschen Tachometerwerken (Deuta) in Kreuzberg musste sie 1941 bis 1943 Zwangsarbeit leisten. Am 20. Januar 1943 entschloss sich Margot Friedlander - nachdem die Gestapo ihren Bruder und ihre Mutter verhaftet hatte - in den Untergrund zu gehen. 15 Monate versteckte sie sich in Berlin. Im Frühjahr 1944 wurde sie verhaftet und nach Theresien- stadt deportiert. Dort musste sie erneut Zwangsarbeit leisten, bis das Lager Anfang Mai 1945 befreit wurde.

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02.2007 - 09.2018

Veranstaltungsarchiv

Im Veranstaltungsarchiv können Sie sich über vergangene Veranstaltungen des Dokumentationszentrums vom Februar 2007 bis September 2018. Wir stellen Ihnen hierzu, so vorhanden, die Einladungen zum Download bereit.

8./9. September
Tag des offenen Denkmals

6. September 2018
Kriegsgefangene in Lichterfelde-Süd. Eine Spurensuche an einem historischen Ort

30. August
Italienische Militärinternierte in Berlin. Vor 75 Jahren verhaftete die Wehrmacht die italienischen Soldaten

7. Juni 2018
Zwangsarbeit im Berliner Untergrund. Telefunken und die Keller der Bockbierbrauerei

6. Juni 2018
Buchvorstellung: Heinz Wewer „Postalische Zeugnisse zur deutschen Besatzungspolitik im Protektorat Böhmen und Mähren“

31. Mai 2018
Buchvorstellung: Geschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit.

13. Mai 2018
Internationaler Museumstag

5. Mai 2018
Tag der Städtebauförderung

25. April 2018
Zeitzeugengespräch mit Michele Montagano

21. März 2018 | Flughafen Tempelhof, Zollgarage
NS-Zwangsarbeit und Archäologie. Ausgrabungen auf dem Tempelhofer Feld

1. März 2018
Matthias Diefenbach: Autobahn und Zwangsarbeit. Eine Spurensuche zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań

24. Januar 2018
Buchpräsentation: Zygmunt Klukowski „Tagebuch aus den Jahren der Okkupation 1939–1944“

Mittwoch, 20. September 2017
Öffentliches Zeitzeugengespräch mit Ugo Brilli, ehemaliger Italienischer Militärinternierter

Sonnabend, 9. & 10. September 2017
Tag des offenen Denkmals. Stadtrundfahrt "Spuren der Zwangsarbeit. Von unscheinbar bis kollosal."

Mittwoch, 17. Mai 2017
"24 und 1 ...es ist nie zu spät, eine Geschichte zu erzählen" Filmvorführung und Gespräch

Donnerstag, 20. April 2017
Das Tagebuch des Michele Sacco, ehemaliger italienischer Militärinternierter. Lesung und Gespräch mit Michele Sacco und Prof. Luigi Reitani

Dienstag, 14. März 2017
Erinnerungs- und Informationsort Ehemaliger Flughafen Tempelhof Gegenwärtiger Stand und Perspektiven für historische Dokumentationen

19. - 25. Februar 2017
Nazi Forced Labour. History and Aftermath. International Winterschool for Educators in Cooperation with the International Tracing Service (ITS)

28. November 2016
Vortrag: "Zwischen allen Fronten. Die Italienischen Militärinternierten in deutschem Gewahrsam."

10. & 11. September 2016
Jubiläumswochenende 10 Jahre Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit am Tag des Offenen Denkmal

10. September 2016
Lesung "Wim Stevens in Berlin"

24. Januar 2016
Erinnerung im Berliner StadtRaum - Videoscreening mit Gespräch und Kuratorinnenführung

14. und 15. November 2015
Eröffnungswochenende "Batterien für die Wehrmacht. Zwangsarbeit bei Pertrix 1939-1945" und Internationale Jugendbegegnungsstätte

24. September 2015
Aufarbeitung der Zwangsarbeit in Belarus und in den Niederlanden. Individuelle Erinnerungen in der Nachkriegszeit

12./13. September 2015
Tag des Offenen Denkmals

29. Juni 2015
Kinder von Zwangsarbeiterinnen und ihre Gräber auf deutschen Friedhöfen

27. und 28. Juni 2015
Tag der Architektur - öffentliche Führungen

7. Mai 2015
Filmpräsentation: „Verbrechen Liebe. Von polnischen Zwangsarbeitern und deutschen Frauen.”

26. März 2015
Podiumsdiskussion "Das Ende der Zwangsarbeit - Die Situation ausländischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor 70 Jahren"

17. Mai 2015
Internationaler Museumstag

12. März 2015
Vor 75 Jahren: Die Polen-Erlasse

8. März 2015
Das weibliche Gesicht der Zwangsarbeit. - Spezialführung zum Internationalen Frauentag

26. Februar 2015
Buchpräsentation und Diskussion mit Dr. Gabriele Hammermann und Prof. Wolfgang Schieder: "Zeugnisse der Gefangenschaft - Aus Tagebüchern und Erinnerungen italienischer Militärinternierter in Deutschland 1943-1945"

23. Februar 2015
Wiss. Kolloquium Ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und die Berliner Justiz, 1939-1945

30. Januar 2015
Filmpräsentation und Gespräch: "Wiegenlied in den Tod - Himmlers Babylager im Dresdner Norden"

19. November 2014
Filmpräsentation und Gespräch: "The Halfmoon Files"

13./14. September 2014
Tag des offenen Denkmals

28. August 2014
#MuseUp im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

21. August 2014
Krank und arbeitsunfähig - Letzte Stationen für Berliner Zwangsarbeiter

22. Mai 2014
Raketen und Zwangsarbeit in Peenemünde - Die Verantwortung der Erinnerung

18. Mai 2014
Internationaler Museumstag

10. April 2014
"... ich habe kein Glück, denn ich bin zum Tode verurteilt ... " Belgische und französische Zwangsarbeiter vor Berliner Gerichten

27. März 2014
Schicksalswege durch das verzahnte Netzwerk der 42.000 NS-Ghettos und Lager

6. März 2014
Dr. Oetker und der Nationalsozalismus

23. Januar 2014
„Ostarbeiter”: meine Großeltern als Zwangsarbeiter - Eine historisch-biografische Rekonstruktion

21. Dezember 2013
Vortrag Kein Bewusstsein - Wie Ernst Heinkel zum Vorreiter und Vorbild bei der Beschäftigung von KZ-Häftlingen wurde und wer sich daran heute (nicht) stört.

19. September 2013
Buchpräsentation Florent Silloray - "AUF DEN SPUREN ROGERS"

12. September 2013
Podiumsdiskussion: Vom Alliierten zum Gefangenen - Das Schicksal Italienischer Militärinternierter

7./ 8 September 2013
Tag des Offenen Denkmals

21. + 22. Juni 2013
Workshop: Neuere Forschungen zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit

21. Juni 2013
Vortrag "Branka". Arbeitsverwaltungen und Arbeitskräftepolitik im besetzten Ost- und Südosteuropa 1939-1944

19. Juni 2013
Vortrag Dr. Sven Keller: "Vor der Freiheit, vor dem Untergang – Gewalt gegen Zwangsarbeiter in der Endphase des Zweiten Weltkrieges"

13. Juni 2013
Vortrag Kai Wenzel: "Die Baracke - Zu einem Raumformat der Moderne"

5. Juni 2013
Filmvorführung „Gerhard und Bronia – Eine verbotene Liebe” WDR/ARD 2002

31. Mai 2013
Thomas Muggenthaler: „Verbrechen Liebe“. Kinder von Zwangsarbeitern brechen das Schweigen.

23. Mai 2013
Dr. Regina Plaßwilm: Die Grenzen des Erzählbaren. Erinnerungsdiskurse von NS-Zwangsarbeiter/-innen in Ost- und Westeuropa

15. Mai 2013
Dr. Verena Buser: „Schützende Inseln“ und Vorstufen der Vernichtung: Hachschara - und Arbeitseinsatzlager für Juden in Brandenburg

12. Mai 2013
Internationaler Museumstag, Theater der Erfahrungen

09. Mai 2013
François Cavanna „Das Lied der Baba“ und Tagebuch von Leonid Rjabchenko

13. September 2012
Buchpräsentation Sandra Hoffmann "Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist"

08./09. September 2012
Tag des Offenen Denkmals

25. August 2012
Lange Nacht der Museen

23. Mai 2012
„Die Heimat erwartet Euch!” Die Repatriierung sowjetischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener nach dem Zweiten Weltkrieg

20. Mai 2012
Internationaler Museumstag

29. März 2012
„Sie dürfen während dieser Kommandierung Zivilkleidung tragen“ Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in den Heimen des „Lebensborn“ e.V.

05. Januar 2012
Filmpreview: "Das Kindermädchen"

13. Dezember 2011
Filmvorführung: "Cato - Der Widerstand der Cato Bontjes van Beek"

17. November 2011
Die Lüge vom besseren Deutschland. Nationalsozialistische Anwerbefilme für „Ost-Arbeiter“.

19. Oktober 2011
"Der Aufstieg der Quandts - Eine deutsche Unternehmerdynastie"

15. September 2011
Der Kommandant - Ein NS-Täter in den Erinnerungen von Überlebenden

10./ 11. September 2011
Tag des offenen Denkmals Berlin

27. August 2011
Lange Nacht der Museen

25. August 2011
Der Wert der Arbeit. Unternehmen, Zwangsarbeit und nationalsozialistisches Regime am Beispiel der Luftfahrtindustrie.

30. Juni 2011
Vortrag: Tabak, Arbeit, Krieg.Zwangsarbeit im Reemtsma-Werk Hannover und in der Tabakwirtschaft der Krim.

14. April 2011
Lesung: Thomas Muggenthaler: "Verbrechen Liebe"von polnischen Männern und deutschen Frauen: Hinrichtungen und Verfolgung in Niederbayern und der Oberpfalz während der NS-Zeit

17. März 2011
Zwangsarbeit als Gegenstand justitieller Ermittlungen in West- und Ostdeutschland - Vortrag Dr. Edith Raim

24. Februar 2011
„Suche nach Erinnerung. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ Ein Jugend-Filmprojekt

21. Dezember 2010
Zum „Alltag“ von NS-Zwangsarbeiter/innen in Berlin

18. November 2010
Matthias Breit: Das Molybdänbergwerk Vals–Alpeinerscharte 1941–1945 - Zwangsarbeit auf 2850 Metern Meereshöhe

04. Juli 2010
Rolf Hochhuth: Eine Liebe in Deutschland

28. Juni 2010
Dr. Bernhard Bremberger: Mahlow, Blankenfelde und andere Einrichtungen. Forschungen zur medizinischen Versorgung schwerstkranker Zwangsarbeiter.

17. Juni 2010
Ausstellungseröffnung "Vergessen. Verdrängt. Versöhnt. - Orte der NS-Zwangsarbeit in der Region Dahme-Spreewald“.

15. April 2010
Dr. Gisela Schwarze: Es war wie Hexenjagd. Die vergessene Verfolgung ganz normaler Frauen im Zweiten Weltkrieg

19. November 2009
Zum 70. Jahrestag des Kriegsbeginns: Aussiedlung und Massenmord, Widerstand und Kollaboration. Lesung aus den Tagebüchern des polnischen Arztes und Historikers Dr. Zygmunt Klukowski 1939-1944

02. Juli 2009
Das "Polenlager" in Haltern. Lebenswelten polnischer Displaced Persons in der britischen Besatzungszone

25. Mai 2009
Nach der Entschädigung der Zwangsarbeiter. Geschichte und Erinnerung im deutsch-tschechischen Verhältnis

14. Mai 2009
Arbeitshaus und Zwangsarbeit. Das „Arbeits- und Bewahrungshaus“ Rummelsburg in der NS-Zeit

19. Februar 2009
Sklavenarbeit und Gewalt. Das Außenlagersystem des KZ Neuengamme

13. Januar 2009
Menschenjagd und Propaganda – Die Rekrutierung von Arbeitskräften in den besetzten Gebieten in der Sowjetunion 1941-1944

27. November 2008
Der Völkermord an den böhmischen und mährischen Roma 1939-1945

16. Oktober 2008
Zum Alltag tschechischer Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in der Rüstungsmetropole Berlin

13./14. September 2008
Tag des offenen Denkmals

17. Juli 2008
Zwangsarbeit als Phänomen des Alltagslebens im Protektorat Böhmen und Mähren

26. Juni 2008
Vortrag: Ein Fotograf der „seelischen Leere“. Zdeněk Tmej und die Visual History der Zwangsarbeit

08. Mai 2008
Filmvorführung: Reise nach Kriwoj Rog. Deutsch-Ukrainische Geschichte(n)

27. April 2008
Führung zum ehemaligen Produktionsgelände der Dreilinden-Maschinenbau GmbH und zu den ehemaligen Zwangsarbeiterlagern in Kleinmachnow

28. Februar 2008
Buchvorstellung: Zwangsarbeit in Berlin. Archivrecherchen, Nachweissuche und Entschädigung

31. Januar 2008
Zeitzeugengespräch zur Zwangsarbeit bei Bosch mit Wanda Zatryb, Marianna Janowska und Krystyna Cieliszak

10. Januar 2008
Filmvorführung: Das Schweigen der Quandts

08. Mai - 14. Oktober 2007
Begleitprogramm: Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945

08. November 2007
Zwangsarbeit im Flick-Konzern im Zweiten Weltkrieg

11. Oktober 2007
Buchpräsentation und Lesung: Bogdan Bartnikowski „Eine Kindheit hinterm Stacheldraht“

06. September 2007
Polnische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen. Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung

08./09. September 2007
Tag des offenen Denkmals

19. Juli 2007
Polnische Zwangsarbeit für das Deutsche Reich

05. Juli 2007
Zeitzeugengespräch mit Henry Schwarzbaum anlässlich der Buchvorstellung "… warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten" - Zwangsarbeit für Siemens in Auschwitz und Berlin

21. Juni 2007
Zum Einsatz von Polinnen und Polen in der Berliner Rüstungsindustrie 1940-1945. Ein Schicksal, eine Firma, ein Lager.

12. Juni 2007
Präsentation der Ergebnisse des Seminarkurses „Kunst und Kultur als Auseinandersetzung mit dem Holocaust“

24. Mai 2007
Der Zweite Weltkrieg in Polen. Forschung und Kontroversen aus polnischer und deutscher Sicht

19. April 2007
Zwangsarbeit und GBI. Das Zwangsarbeiterlager in Berlin-Schöneweide und die Doppelrolle Albert Speers als Generalbauinspektor und Rüstungsminister

24. Februar 2007
Das Dokumentationszentrum stellt sich vor - Führungseinladung