Aktuelle Stellenangebote

Aktuell können wir platzbedingt bis auf weiteres leider keine Praktikumsplätze anbieten.

Zwei Werkverträge: Recherche zum Thema Zwangsarbeit Berliner Jüdinnen und Juden 1938-1943/45

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide widmet sich der Aufarbeitung und Vermittlung des langen ausgeblendeten Schicksals der über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime als Zwangsarbeiter:innen ausgebeutet wurden.

Die geplante Sonderausstellung soll das oben genannte Thema insbesondere anhand biografischer Zugänge vermitteln und individuelle Erfahrungen, Verfolgungswege sowie Handlungsspielräume multiperspektivisch sichtbar machen.

Werkvertrag Nr.1

Der erste Werkvertrag dient dazu, einen Teil der notwendigen Recherche im Landesarchiv Berlin durchzuführen.

Umfang: 
- Erarbeitung eines Recherchekonzepts in Abstimmung mit dem Dokumentationszentrum 
- Sichtung relevanter Bestände und Identifikation ausstellungsrelevanter Materialien (Fotografien, Dokumente, Objekte sowie Ton- und Filmaufnahmen) zur jüdischen Zwangsarbeit in Berlin (u. a. Recherche in den Beständen Wiedergutmachungsämter, Kriminalpolizeileitstelle, Unternehmen der Wirtschaft, Foto- und Kartensammlung). 
- Erfassung von Materialien zur administrativen Organisation des Einsatzes jüdischer Zwangsarbeiter:innen, einschließlich der beteiligten Behörden, Unternehmen und verantwortlichen Akteure (z. B. Personalunterlagen, Lohnlisten, Registrierung jüdischer Zwangsarbeiter:innen, Verwarnungen). 
- Erstellung einer Übersicht über vorhandene personenbezogene Informationen zu jüdischen Zwangsarbeiter:innen (z. B. Namen, Geburts- und Lebensdaten, Wohnorte, Einsatzorte, Tätigkeiten, Arbeitszeiten), einschließlich vorhandener Materialien. 
- Erstellung einer Übersicht über Unternehmen, die Jüdinnen und Juden zur Zwangsarbeit eingesetzt haben, einschließlich vorhandener Materialien.

Werkvertrag Nr.2

Der zweite Werkvertrag dient dazu, einen Teil der notwendigen Recherche im Siemens Historical Institute (Berlin) durchzuführen. Eine Genehmigung zur Recherche im Siemens Historical Institute liegt bereits vor. Der Kontakt zum Institut wird durch das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit vermittelt.

Umfang:

- Erarbeitung eines Recherchekonzepts in Abstimmung mit dem Dokumentationszentrum. 
- Sichtung relevanter Bestände und Identifikation ausstellungsrelevanter Materialien (Fotografien, Dokumente, Objekte sowie Ton- und Filmaufnahmen) zur jüdischen Zwangsarbeit bei Siemens in Berlin. 
- Dokumentation von Materialien zur Geschichte des Unternehmens als Arbeitgeber und Profiteur der NS-Zwangsarbeit, insbesondere zu Verbindungen zwischen Unternehmen, Behörden, Politik und Wirtschaft (u. a. Korrespondenzen, Besprechungsprotokolle, Verträge, Aktenvermerke, Berichte). 
- Erfassung von Materialien zur administrativen Organisation des Einsatzes jüdischer Zwangsarbeiter:innen, einschließlich der beteiligten Unternehmensstrukturen und verantwortlichen Akteure (u. a. Personalunterlagen, Lohnlisten, Registrierung jüdischer Zwangsarbeiter:innen, Verwarnungen). 
- Erstellung einer Übersicht über vorhandene personenbezogene Informationen zu jüdischen Zwangsarbeiter:innen (u.a. Namen, Geburts- und Lebensdaten, Wohnorte, Einsatzorte, Tätigkeiten, Arbeitszeiten), einschließlich vorhandener Materialien.

Dem Auftraggeber werden folgende Arbeitsergebnisse zur Verfügung gestellt:

- eine digitale Dokumentation aller Rechercheergebnisse einschließlich Digitalisate (Vorschaubilder), Signaturen und sonstigen vorhandenen Angaben zu den recherchierten Materialien, Kontextinformationen und ggf. Quellen- und Literaturangaben; 
- Abschlussbericht zu den Recherchen.

Bezahlung:

Das Honorar umfasst die Entlohnung für die oben skizzierte Tätigkeit. Die Zahlung erfolgt nach Abschluss der Recherchen. Die Steuer- und Sozialabgabenpflicht obliegt der bzw. dem Auftragnehmer:in.

Voraussetzungen:

- Abgeschlossenes geschichtswissenschaftliches oder vergleichbares Studium 
- Gute Kenntnisse der Geschichte der NS-Zwangsarbeit und der Verfolgung von Jüdinnen und Juden 
- Erfahrung in der historischen Quellenrecherche und Archivarbeit

Einzureichende Unterlagen:

- Finanzielles Angebot 
- Kurze Darstellung der geplanten Recherche (ca. 1.000 Zeichen) 
- Tabellarischer Lebenslauf einschließlich Nachweis des Hochschulabschlusses (Zeugnis)

Ihre Unterlagen schicken Sie bitte bis zum 31.08.2006 an arakchiyska(at)topographie.de.

Auswahl:

Wir bewerten Ihr inhaltliches Angebot mit 70 % (Expertise, Herangehensweise an die Recherche) und Ihr finanzielles Angebot mit 30 %. Die Vergabeentscheidung und der Vertragsabschluss sollen bis 18. September 2026 erfolgen.

Kontakt für Rückfragen: 
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit 
Iva Arakchiyska 
Wissenschaftliche Mitarbeiterin 
arakchiyska(at)topographie.de