Veranstaltungen

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NS-Zwangsarbeit am Bahnhof Köpenick

Vorträge und Diskussion

Veranstaltungsort: Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche, Puchanstraße 12, 12555 Berlin-Köpenick

3. September | 17 Uhr 

Bei archäologischen Grabungen am Bahnhof Köpenick traten Überreste eines bislang unerforschten Zwangsarbeitslagers der Reichsbahn zutage. 

Der Bahnhof Köpenick wird derzeit zum Regionalbahnhof umgebaut. Im Vorfeld der Baumaßnahme fanden archäologische Grabungen statt. Denn entlang des heutigen Stellingdamms befanden sich während des Zweiten Weltkriegs etwa 15 Baracken, in denen über 800 Zwangsarbeiter:innen untergebracht waren. Bei den Grabungen unter der Leitung von Gregor Döhner kamen umfassende bauliche Spuren des Lagers zum Vorschein. 

Eingeleitet wird die Veranstaltung von einem Überblicksvortrag von Roland Borchers zu Zwangsarbeit in Berlin.

Begrüßung:
Marco Brauchmann
Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport

Grußwort:
Dr. Sebastian Heber
Landesdenkmalamt Berlin, Abteilungsleiter Bodendenkmalpflege


Einführungsvortrag zu NS-Zwangsarbeit in Berlin:
Dr. Roland Borchers
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Vortrag zum Bahnhof Köpenick:
Gregor Döhner
archaeofakt GbR 

Einladung

20 Jahre Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Einladung zum Festtag

27. September | 12 - 18 Uhr 

Seit mittlerweile 20 Jahren ist das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit ein Ort des Erinnerns, des Lernens und der Begegnung. Wir laden Sie herzlich ein, dieses Jubiläum mit uns zu begehen. Neben Grußworten aus Politik und Gesellschaft und einer Podiumsdiskussion steht die Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung „Wie erinnern wir? Wie erinnerst du?“ im Zentrum des Festaktes. 

Das anschließende Programm steht im Zeichen der Begegnung. Wir öffnen unseren neuen Gästebereich sowie die Depots für Kurzpräsentationen besonderer Exponate und bieten thematische Führungen an. Ein besonderer Höhepunkt ist die historisch-biografische Tanztheater-Performance von Ute Delimat, die sich mit der Zwangsarbeit ihrer Mutter und Großmutter auseinandersetzt.

Für die Teilnahme am Festakt bitten wir um eine Anmeldung bis Freitag, 18.9.2026: veranstaltung_ns-zwangsarbeit(at)topographie.de
 

Programm

10.45–11.45 Uhr
Baracke 3 – Sammlungsdepot
Stille Zeugen sprechen – Kurzeinblicke im Sammlungsdepot
(zwei dreißigminütige Führungen mit begrenzter Teilnehmendenzahl – Anmeldung vor Ort)

12.00 Uhr
Baracke 5 – Veranstaltungsraum
Festakt & Ausstellungseröffnung

Grußworte: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit | Maria Bering, Stellvertretende Amtschefin bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien | Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick | Bogdan Bartnikowski, KZ-Überlebender und ehem. Zwangsarbeiter

Podiumsdiskussion: Jakub Deka, Vorsitzender der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung | Christine Glauning | Ronald de Ruiter, Sohn eines niederländischen Zwangsarbeiters | Karoline Georg, Aktives Museum| Moderation: Nora Hespers | Musik: Dejan Jovanović, Akkordeon

14.00– 15.15 Uhr
Baracke 5 – Veranstaltungsraum
Gefangene der eigenen Erinnerung – Eine autobiografische Tanz-Lesung über NS-Zwangsarbeit
Lesung: Ute Delimat | Tanz: Marie Zechiel | Harfe: Gabriela Croitoru
Im Anschluss Gespräch mit den Künstlerinnen

14.00– 15.00 Uhr
Baracke 4 – Ausstellungsraum
Virgilio Comberlato, Sohn eines italienischen Militärinternierten, erzählt in der Ausstellung die Geschichte seines Vaters.

15.30–16.30 Uhr
Baracke 3 – Sammlungsdepot
Stille Zeugen sprechen – Kurzeinblicke im Sammlungsdepot (zwei dreißigminütige Führungen mit begrenzter Teilnehmendenzahl – Anmeldung vor Ort)

15.30–17.30 Uhr
Gedenkstättengelände und Umfeld
Das Lagergelände im Wohngebiet – Wahrnehmungsrundgang und Wissensvermittlung
Mit Karsten Feucht (Soziologe, Architekt) und Rainer Düvell (Künstler, Architekt) Im Rahmen des Festivals der Berliner Industriekultur „Für mehr Berlin: Hier lang!“
(Begrenzte Teilnehmendenzahl – bitte anmelden: bildung_ns-zwangsarbeit@topographie.de)

16.00 Uhr
Baracke 2 – Ausstellungsraum
„Wie erinnern wir? Wie erinnerst du?“ – Eine Ausstellung über Wandel und Bedeutung von Gedenken
Kuratorische Führung durch die Ausstellung

Einladung