Sonderausstellung

Žadkěvič und andere

Arbeit, Zwang und Widerstand

15. März 2024 - 4. August 2024

Der tschechisch-russische Chemiker Konstantin Žadkěvič ist ab 1940 bei der Firma Heldenheim in Berlin-Tempelhof angestellt. Im Frühjahr 1943 knüpft Žadkěvič Kontakte zu Zwangsarbeiter:innen aus ganz Europa. Gemeinsam mit ihnen will er nach dem Sturz der Nationalsozialisten für ein geeintes sozialistisches Europa kämpfen. Er nimmt dazu Verbindung zur deutschen Widerstandsgruppe „Europäische Union“ auf. Als diese auffliegt, nimmt die Gestapo im Oktober 1943 auch Žadkěvič und weitere Mitglieder seiner Gruppe fest.

Žadkěvič und vier führende Mitglieder werden zum Tod verurteilt und ermordet, weitere sechs erhalten Zuchthausstrafen. Nach dem Krieg gerät die Žadkěvič-Gruppe in Vergessenheit. Diese Ausstellung der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden  macht ihre mutige Geschichte sichtbar. Für die Station in Berlin wurde sie um einige Inhalte und Elemente erweitert.


Begleitprogramm zur Ausstellung

Veranstaltungen:

14. März 2024 | 19 Uhr:
Eröffnung
 

Kuratorenführungen:

Samstag, 20. April 2024 | 13 Uhr
Samstag, 11. Mai 2024 | 13 Uhr

Ohne Anmeldungen, ohne Kosten.
Der Besuch der "Baracke 13" ist nicht beinhaltet.

Führungen

Sonntag, 24. März 2024 | 13 - 15 Uhr
Sonntag, 31. März 2024 | 13 - 15 Uhr
Samstag,   6. April 2024 | 13 - 15 Uhr
Sonntag, 14. April 2024 | 13 -15 Uhr

Die Führungen beinhalten alle einen Besuch der "Baracke 13".
Ohne Anmeldung, Eintritt frei.

Workshop

„Widerstand in Sequenzen. Gemeinsam Geschichte zeichnen!“
Comic-Workshop zur NS-Zwangsarbeit. Für Anfänger:innen
5.– 7.6. 2024

Führungen für Schulklassen und Interessierte:

Auf Anfrage: bildung-sw(at)topographie.de | 030 / 63 90 288-21


Ihr Besuch

Anfahrt

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Baracke 5

Britzer Straße 5
12439 Berlin

Tel. +49 (0)30 6390 288 0
Email: schoeneweide(at)topographie.de
Zur VBB-Fahrinfo

Öffnungszeiten

Di - So 10-18 Uhr
Baracke 5

Schließtage
24. und 31. Dezember

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist rollstuhlgeeignet.

Presse

Stimmen zur Ausstellung

Galina Romanowa hatte Mut bewiesen. Sie hatte sich einer Widerstandsgruppe angeschlossen, deren Ziel es war, die in und um Berlin schuftenden ausländischen Zwangsarbeiter miteinander zu vernetzen und auf einen Sturz des NS-Regimes vorzubereiten.
taz