Veranstaltungen


Internationaler Museumstag

19. Mai 2019

10-18 Uhr         Öffnung der "Baracke 13" ohne Führung
11 UhrFührung "Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1943-1945"
13 UhrKuratorenführung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik"
15 UhrFührung "Alltag Zwangsarbeit 1938-1945"

 

Alle Angebote natürlich kostenfrei und ohne Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Brunello Mantelli: Italienische Arbeiter in NS-Deutschland | Buchvorstellung

22. Mai 2019 | 19 Uhr

Der Sammelband befasst sich mit dem Arbeitseinsatz von Italienern für das Deutsche Reich in den Jahren 1943 bis 1945. Aus „freiwilliger Arbeit“ wurde Zwang.

Hunderttausende italienische Frauen und Männer arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges für das Deutsche Reich – zunächst als angeworbene Arbeitskräfte, die durch bilaterale Abkommen nach Deutschland kamen, später als Zwangsarbeiter. Erst nach dem Krieg konnten sie nach Hause zurückkehren.

Das Schicksal dieser Opfergruppe ist wenig bekannt und wurde jetzt im Rahmen eines umfassenden italienischen Forschungsprojektes untersucht. Mehrere Historiker erforschten dabei die „Erpressung“ italienischer Arbeitskräfte in verschiedenen Regionen Italiens und veröffentlichten ihre Ergebnisse in einem zweibändigen Werk.

Einladung

Workshop: Rassismus gegen Sinti und Roma, früher und heute

27. Mai 2019 | 17 Uhr

Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus und Amaro Foro e.V. im Rahmen des Programms "Von der Geschichte zur Gegenwart | Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick"

Am historischen Ort eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers beschäftigt sich der Workshop zunächst mit der Situation von Sinti und Roma zur Zeit des Nationalsozialismus. Angehörige der Minderheit wurden in Deutschland und Europa systematisch verfolgt, ausgebeutet und ermordet. Nach Schätzungen fielen 500.000 Menschen dem Völkermord zum Opfer. Die Überlebenden und ihre Angehörigen waren auch nach dem Zweiten Weltkrieg mit Rassismus konfrontiert. Im zweiten Teil des Workshops wird es um die heutige Situation verschiedener Gruppen von Roma und Sinti in Deutschland gehen. Der Fokus liegt dabei auf politischen und medialen Debatten sowie strukturellen Benachteiligungen und Erfahrungen von Rassismus im Alltag.

 

Natascha Wodin "Irgendwo in diesem Dunkel"

6. Juni 2019 | 19 Uhr

"Die Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt – misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, voller Sehnsucht, endlich ein Teil von ihnen zu sein –, wird aus dem Rückblick erzählt, ausgehend vom Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen. Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten, erzählt in der klaren, um Sachlichkeit bemühten und doch von Emotion und Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins, die ihresgleichen sucht." (Quelle: Verlag)

Lesung:  Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Die Ehe" und "Nachtgeschwister".

Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich unter veranstaltung-sw(at)topographie.de anzumelden

Einladung