Veranstaltungen


Interkulturelle Woche

kostenfreie Führungen          free guided tour           (مجانی) راهنمایی

bezpłatne oprowadzania                  (مجاني) جولات

бесплатная экскурсия         visites guidées (gratuites)


Sonntag, 22.9.
الأحد يوم
15:00-17:00
Deutsch mit Übersetzung in Arabisch / العربية

Dienstag, 24.9.
سه شنبه

16:00-18:00
Deutsch mit Übersetzung in Farsi / فارسی

Mittwoch, 25.9.
Środa

16:00-18:00
Polnisch / w języku polskim

Donnerstag, 26.9.
Jeudi

16:00-18:00
Französisch / en français

Freitag, 27.9.
Пятница

16:00-18:00
Russisch / по-русски

Samstag, 28.9.
Saturday
شنبه

15:00-17:00
Deutsch mit Übersetzung in Farsi / فارسی
15:00-17:00
Englisch / English

Sonntag, 29.9.
الأحد يوم

15:00-17:00
Deutsch mit Übersetzung in Arabisch/ العربية

 


Berlinpremiere: Der Chronist

14. Oktober | 19 Uhr | Landesvertretung Baden-Württemberg

„Der Chronist“ ist der Lokalhistoriker Wilhelm Waibel. In den 1960er Jahren stieß er bei seinem damaligen Arbeitgeber auf 1.500 Personalakten von NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangs arbeitern. In einer Zeit, als in Westdeutschland über die NS-Zeit noch geschwiegen wurde, begann Waibel, die Zwangsarbeit auf zuarbeiten. Ende der 1980er Jahre gelang es ihm, zu einigen der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Kontakt aufzunehmen.

Der Dokumentarfilm stellt dar, auf welche Widerstände Waibel in Deutschland stieß. Zugleich fragt er nach der Verantwortung der deutschen Wirtschaft und lässt einige der letzten noch lebenden Zeitzeugen aus dem östlichen Europa zu Wort kommen.

Begrüßung:
Andreas Schulze, Dienststellenleiter der Landesvertretung Baden-Württemberg
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Gespräch im Anschluss an die Filmvorführung:
Wilhelm Waibel, Protagonist Marcus Welsch, Regisseur

Moderation:
Dr. Kay Hoffmann, Haus des Dokumentarfilms

Eine gemeinsame Veranstaltung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit und der Landesvertretung Baden-Württemberg.

Anmeldung erforderlich: veranstaltung-sw(at)topographie.de oder 030 / 63 90 288-0

Veranstaltungsort: Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund | Tiergartenstr. 15 | 10785 Berlin

Einladung


Die „Ostarbeiter/innen“ – ein abgeschlossenes Kapitel deutscher Erinnerungsarbeit?

23. Oktober | 18 Uhr | Heinrich-Böll-Stiftung

Podium:

Prof. Dr. Volkhard Knigge, Stiftung Gedenkstätte Buchenwald (angefragt)

Elena Zhemkova, Memorial Moskau

Dr. Christine Glauning, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung

Genauere Informationen folgen.

Veranstaltungsort:

Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin


Fotografieworkshop mit Mark Mühlhaus

25. - 27. Oktober 2019

NS-Zwangsarbeit | Fotografieren lernen, Geschichte begreifen, mit Bildern erzählen

Der Workshop bietet die Möglichkeit, den Umgang mit einer digitalen Spiegelreflexkamera anhand von Spuren der NS-Zwangsarbeit zu erlernen.

Das Gelände des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit sowie die städtische Umgebung stehen im Mittelpunkt der fotographischen Spurensuche. Die Teilnehmenden üben an diesem besonderen Ort die Gestaltung von Bildern und die Suche nach eigenen Motiven. Ziel ist es, über die inhaltliche Auseinandersetzung eine eigene Fotogeschichte zu erarbeiten.

Der Fotograf Mark Mühlhaus von attenzione photographers (www.attenzione-photo.com) hat sich intensiv mit dem Thema NS-Gedenkpolitik auseinandergesetzt. Seine Ergebnisse hat er unter anderem in dem Bildband »Begegnungen« (2005) und der Fotoausstellung »Im Schatten von Auschwitz« (2017/2018) veröffentlicht.

 

Seminarzeiten:
Freitag, 25. Oktober 2019, 13–18 Uhr
Samstag, 26. Oktober 2019, 10–18 Uhr
Sonntag, 27. Oktober 2019, 10–16 Uhr

Der Workshop ist auf 12 Personen begrenzt, Mindestalter ist 18 Jahre. Die Kameras werden auf Wunsch kostenlos gestellt.

Teilnahmegebühr: 45 € / für Studierende 30 € (inklusive Getränke und vegetarischem Mittagessen)
Anreise und Unterbringung sind von den Teilnehmenden selbst zu organisieren. Anmeldung bis 18. Oktober 2019: bildung-sw(at)topographie.de


Fachtagung: "Verbotener Umgang" Zur Bedeutungsgeschichte eines NS-Straftatsbestandes

15. -16. November | Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Während des Zweiten Weltkriegs waren aus kriegswirtschaftlichen Gründen etwa zehn Millionen so genannter fremdvölkischer Arbeitskräfte – Kriegsgefangene und Zivilarbeiter/ innen – im Reichsgebiet eingesetzt. Dies stellte für den nationalsozialistischen Staat eine rassen- und sicherheitspolitische Herausforderung dar. Der nationalsozialistischen Programmatik lag das Ziel einer „homogenen Volksgemeinschaft“ zugrunde, und die antisemitische Rassenpolitik der Definition, Kennzeichnung, Ausgrenzung und letztlich Ermordung des jüdischen Teils der deutschen Bevölkerung zielte auf ein „judenfreies Reich“. Mit der Inhaftierung und Deportation einer großen Zahl als „fremdvölkisch“ definierter, mit Kriegsverlauf nahezu rechtlos gestellter Kriegsgefangener und ziviler Zwangsarbeiter/innen stellte sich das Problem der Homo- genität jedoch erneut. Deshalb waren dem sozialen Umgang zwischen Deutschen und den ausländischen Arbeitskräften starke Reglementierungen gesetzt worden; insbesondere sexuelle Kontakte wurden bestraft. Gleichzeitig aber war der Einsatz ausländischer Arbeitskräfte Teil der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik unter Kriegsbedingungen.

Die Kriminalisierung des sozialen Umgangs von Deutschen und „Fremdvölkischen“, der „verbotene Umgang“, ist also Ausdruck einer rassistischen wie geschlechterspezifischen Ungleichheitsideologie und damit für die Forschung über Definitionen von Zugehörigkeit, gesellschaftliche und politische Ausschlussmechanismen sowie Integrationsprozesse in einer längeren historischen Perspektive von Bedeutung.

In den verschiedenen Vorträgen werden die historischen Entwicklungen nicht erst ab Kriegsbeginn dargestellt, sondern mit ihrer Vor- und Nachgeschichte kontextualisiert.

Programm