Veranstaltungen

16. November | 17 Uhr

Vernissage
NS-Zwangsarbeit in Berlin - Eine Spurensuche mit Skizzenblock
Gezeigt werden Zeichnungen, die deutsche und ukrainische Jugendliche im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung erstellt haben.

Welche Spuren der NS-Zwangsarbeit gibt es noch in Berlin? Dieser Frage gingen 16 Jugendliche und junge Erwachsene in dem Projekt „Spurensuche – eine deutsch-ukrainische Begegnung“ mit ihren Skizzenblöcken nach. Ihre Eindrücke hielten sie in Form von Skizzen, so genannter„urban sketches“, fest.

Eine Woche lang beschäftigten sich die Jugendlichen an historischen Orten in Berlin mit dem Thema Zwangsarbeit. In Schöneweide, Rummelsburg, Wilhelmshagen und Mitte begaben sie sich auf Spurensuche und dokumentierten ihre Reise in Form von Zeichnungen. Zudem trafen sie sich mit Street Art Künstlern, um die Rolle der Kunst in der Gesellschaft zu diskutieren.

Die Vernissage findet in Baracke 6 statt.

Einladung


22. November | 19 Uhr

Ausstellungseröffnung:
Philibert und Fifi.
Karikaturen & Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters

In Anwesenheit des ehemaligen NS-Zwangarbeiters Robert Liberge

Bereits vor seiner Deportation nach Deutschland setzte sich der französische Künstler Philibert Charrin (1920-2007) in seinen Karikaturen mit dem Nationalsozialismus auseinander: Hitler zeichnete er als Kriegstreiber, Goebbels als Großmaul. Im April 1943 schickte ihn die französische Vichy-Regierung zwangsweise ins Deutsche Reich, um in Österreich in der Nähe von Graz als Erdarbeiter Zwangsarbeit zu leisten. Mithilfe seiner Zeichnungen setzte Charrin sich humoristisch mit der Arbeit, den Österreichern und den anderen Zwangsarbeitern auseinander – stets begleitet durch das Strichmännchen „Fifi“, das auf fast allen Zeichnungen zu finden ist. Viele seiner Karikaturen verhöhnen die angeblichen „Herrenmenschen“ oder verweisen auf Widerstand und Sabotage durch die Zwangsarbeiter.

Grußworte:
Dr. Torsten Wöhlert
Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin
Maria Bering
Leiterin der Gruppe Geschichte und Erinnerung, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Julien Acquatella
Leiter der Außenstelle der Kommission für die Entschädigung der Opfer von Enteignungen, Französische Botschaft

Einführung:
Dr. Werner Jung
Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Wir bitten um Anmeldung per Email unter veranstaltung-sw(at)topographie(punkt)de.

Einladung
 


29. November | 19 Uhr

Lesung und Zeitzeugengespräch:
Margot Friedlander
NS-Judenverfolgung und Zwangsarbeit in Berlin und Theresienstadt

Margot Friedlander wurde vom NS-Regime als Jüdin verfolgt. Bei den Deutschen Tachometerwerkern (Deuta) in Kreuzberg musste sie 1941 bis 1943 Zwangsarbeit leisten.

Am 20. Januar 1943 entschloss sie sich - nachdem die Gestapo ihren Bruder und ihre Mutter verhaftet hatte - in den Untergrund zu gehen. 15 Monate lang gelang es ihr, sich in Berlin zu verstecken. Im Frühjahr 1944 wurde sie verhaftet und nach Theresienstadt deportiert. Dort musste sie erneut Zwangsarbeit leisten, bis das Lager Anfang Mai 1945 befreit wurde.

Bei der Veranstaltung liest Margot Friedlander aus ihrem Buch „Versuche, dein Leben zu machen. Als Jüdin versteckt in Berlin“. Anschließend findet ein Gespräch mit der Zeitzeugin statt.

Einladung


30. November | 10 und 14 Uhr / 1. Dezember | 14 Uhr

Geländeführungen
Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd
Eine Spurensuche am historischen Ort.

Auf einer ausgedehnten Fläche zwischen der Osdorfer Straße und der Trasse der Anhalter Bahn in Richtung Wittenberg befand sich während des Zweiten Weltkrieges das Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd. Barbara Schulz hat die baulichen Überreste des früheren Lagers bauhistorisch untersucht und bietet drei Führungen durch das Gelände an.

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine anspruchsvolle Führung durch teilweise unwegsames Terrain handelt. Der Treffpunkt wird noch bekanntgegeben.

Führung: Barbara Schulz (Berlin)
Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Einladung