Veranstaltungen

NS-Geschichte in Computerspielen

Potentiale und Risiken für die Geschichtsvermittlung

Digitale Spiele erlangen bei der Vermittlung von Geschichte eine immer größere Bedeutung. Verschlafen NS-Gedenkstätten diese Entwicklung?
In jüngster Zeit entstanden mehrere Computerspiele, die in der NS-Zeit spielen. Derzeit wird ein Spiel entwickelt, das sich mit NS-Zwangsarbeit auseinandersetzt. Gerade junge Menschen, die nur noch einen entfernten Bezug zur NS-Zeit haben, werden auch von den Geschichtsbildern digitaler Spiele geprägt.
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in das Thema und einen Überblick über die Bandbreite von Computerspielen. Können Spiele unsere Erinnerungskultur lebendig halten? Oder gerät die Rezeption der NS-Zeit in eine Schieflage, wenn wir sie uns spielerisch aneignen?

Begrüßung: Daniela Geppert, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Panel: Stephanie Billib (Lohheide), Gedenkstätte Bergen-Belsen
Nicole Hanisch (Berlin), ComputerspieleMuseum
Dr. Nico Nolden (Hannover), Historisches Seminar der Leibniz Universität Hannover
Moderation: Lena Sommerfeld, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Teilnahme über Zoom  Einladung

 


"Rotspanier" - Zwangsarbeiter in Hitlers Europa

Tagung

Die Ausstellung: „Rotspanier“. Spanische Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs" richtet ihren Blick auf die ca. 40.000 Spanier:innen, die gegen ihren Willen für Nazi-Deutschland arbeiten mussten. Obwohl der Bundesgerichtshof schon 1972 diese Gruppe von Exilspanier:innen als politische Verfolgte des NS-Regimes anerkannt hat und sie von der Bundesrepublik entschädigt wurden, sind diese Verlierer des Bürgerkriegs bis heute in Deutschland und Spanien fast unbekannt.

Ergänzend zur Ausstellung findet am 28. und 29.10.2021 im Rahmen des EU-Projekts „Rotspanier.eu“ im Instituto Cervantes Berlin eine zweitägige Tagung statt, die zum ersten Mal die Geschichte der spanischen Zwangsarbeiter:innen aus verschieden Perspektiven diskutieren wird.

Vorläufiges Programm

FIRST SESSION, 28 OCTOBER. INSTITUTO CERVANTES BERLIN

 

Keynote speech (10-11h)

Ulrich Herbert (Univ. Freiburg).Nach dem Bürgerkrieg. "Rotspanier" im europäischen Exil.

 

1. Panel (11-13 h)

Scott Soo (Univ. Southampton). From the CTE to the Organisation Todt: continuities, ruptures and ambiguities in the deployment of Spanish exile labour in France.

Peter Gaida (Univ. Bremen). "Unerwünschte Ausländer". Spanische Zwangsarbeiter in Vichy-Frankreich 1940-1944.

Fabian Lemmes (Univ. Bochum). Free and forced labor at the Atlantic Wall in France. The case of the “Rotspanier”.

 

PAUSA (13-15 h)

 

2. Panel(15-17 h)

Hans Otto Froland (Univ. Trondheim). Forced labor in the Atlantic Wall in Norway.

Christian Dürr (KZ-Gedenkstätte Mauthausen). Deportation und Zwangsarbeit. “Rotspanier” in Mauthausen.

Marició Janue Miret (Univ. UPF Barcelona).Weder „gezwungen“ noch „freiwillig“, sondern „verleitet“: Arbeiter von Francos Spanien in NS-Deutschland.

 

3. Panel (17-19 h)

Carlos Collado Seidel (Univ. Ravensburg). The Myth of the Spanish neutrality in WWII.


DEBATE

 

 

SECOND SESSION, 29 OCTOBER. INSTITUTO CERVANTES BERLIN

 

1. Panel (10-13 h)

Gilly Carr (Univ. Cambridge). The memory and heritage of Spanish Republicans
and forced labourers in the Channel Islands.

Thomas Kersting (Archäologische Gesellschaft Berlin-Brandenburg). Labor camps in Germany. An approach from the arqueology.

Agustín Castellano (Museum Hospitalet Spain). Microhistory of the labor camps in France. “Rotspanier” in the caserne Niel - Bordeaux.

 

PAUSA (13-14 h)

 

2. Panel  (14-16 h)

Anja Hasler (Univ. Bremen). Eine Geschichte der Nicht-Tradierung? Die Deportationen von "Rotspaniern" in das KZ Neuengamme im Familiengedächtnis.

Antonio Muñoz Sánchez (Univ. Lisboa). Der erfogreicheKampf der spanischen Zwangsarbeiter für eine Entschädgung durch die Bundesrepublik (1956-1972).

Xosé M. Núñez Seixas (Univ. Santiago). “Vergangenheitsbewältigung” in 21st century Spain: coming to terms with European patterns?

 

3. Panel (16:30-18 h)

Emilio Grandio (Univ. Santiago de Compostela). Meirás, residence of Franco after restitution to the Spanish state. A place for a museum of the dictatorship?

 

DEBATE